Mach mit!

Atlantic


Atlantic
Zurück zur Schiffsliste
Name des Schiffes:
Atlantic
Flagge:
SchwedenSchweden
Bruttoraumzahl (BRZ):
139
Hauptmaschine (KW):
662
Fanggerät:
Grundschleppnetz
Hauptsächliche Fanggebiete:
Nordostatlantik, sie wird seit 2009 in den AWZs von Schweden, Norwegen und Dänemark mit Schleppgeschwindigkeit fahrend gesehen
Wichtigste Zielarten:
Das Schiff hat Fangquoten für Eismeergarnele, Köhler (Seelachs), Norwegischen Hummer, Kabeljau und Rotzunge
Beifang:
Die Atlantic nimmt den möglichen Beifang von Arten wie Goldlachs, Rundnasen-Grenadier, Seekatze und Hai in Kauf
Wirtschaftlicher Eigentümer und dessen Hauptsitz:
LL 628 Atlantic AB, Henrik Ohlsson und Lars-Johan Olsson – Schweden
Schiffsnummer (IMO):
8805468
Äußere Kennzeichnung:
LL628
Internationales Funkrufzeichen (IRCS):
SMCP

Unfaire Fischereipraktiken

  • Die Atlantic nimmt einen Großteil ihres Fangs im Natura 2000-Schutzgebiet Bratten ein. Das Gebiet wurde wegen seiner Korallen und seiner hohen Artenvielfalt unter Schutz gestellt – 32 Arten stehen auf der Roten Liste. Noch ist Fischfang in Natura 2000-Gebieten generell erlaubt. Aber für Bratten werden derzeit Richtlinien erarbeitet, um das Gebiet vor Grundschleppnetzfischerei zu schützen. Grundschleppnetzfischer richten in den einmaligen Lebensräumen Brattens massiven Schaden an.
  • Die Atlantic ist so ein zerstörerischer Grundschleppnetzfischer – und war in Fischereiaktivitäten involviert, die für den Beifang von Rundnasen-Grenadieren, Seekatzen und Haien bekannt sind. Die Populationen von Tiefseefischen und Haien sind wegen der geringen Fruchtbarkeit und späten Geschlechtsreife der Tiere besonders verwundbar.
  • In der Garnelenfischerei ist eine enorm hohe Rückwurfrate zu beklagen – „Aufwertung“ („Highgrading“) nennt sich das Übel: Die Fischer sortieren aus den legal gefangenen Garnelen nur die hochwertigen Exemplare aus und schmeißen den Rest über Bord. Auf diese Weise fangen die Fischer viel mehr, als sie schließlich den Behörden melden, und optimieren den Marktwert ihres Fangs. Die Atlantic gehört einem Segment der schwedischen Flotte an, in der durchschnittlich 25 Prozent der gefangenen Garnelen zurück ins Meer geworfen werden – das macht in der Summe bis zu einer Tonne sinnlos getötete Garnelen pro Tag. Laut den schwedischen Behörden hat dasselbe Flottensegment ein ernsthaftes Überkapazitätsproblem.
  • Zwar wurden keine direkten EU-Subventionen an diese Schiffe gezahlt, allerdings ist die Atlantic – so wie alle anderen Fischereischiffe in der EU – von der Treibstoffsteuer befreit. Berechnungen zeigen: Durch diese Freistellung kassierte die Atlantik im Zeitraum 2007 bis 2011 insgesamt etwa 170.000 Euro an indirekten Subventionen. Und dies gilt allein für ihre Fischerei im Natura 2000-Schutzgebiet Bratten.

Die Fischerei-Monster agieren als wären sie unbeobachtet.
Lass uns ihnen zeigen, dass sie falsch liegen! Hast du Informationen? Berichte uns hier