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Albatun Tres


Albatun Tres
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Name des Schiffes:
Albatun Tres
Flagge:
SpanienSpanien
Bruttoraumzahl (BRZ):
4.406
Hauptmaschine (KW):
4.927
Fanggerät:
Ringwadennetze
Hauptsächliche Fanggebiete:
Östlicher Mittelpazifik, westlicher und südöstlicher Mittelpazifik, einschließlich der AWZ Kiribati (dort die Inseln des Line ground und der Phoenix-Gruppe)
Wichtigste Zielarten:
Thunfisch und thunfischähnliche Arten
Beifang:
Die Albatun Tres nimmt den möglichen Beifang von Pazifischen Seidenhaien, gefährdeten Weißspitzen-Hochseehaien, Walhaien, verschiedenen Meeressäugern und bedrohten Meeresschildkröten in Kauf.
Wirtschaftlicher Eigentümer und dessen Hauptsitz:
Albacora S.A. – Spanien
Schiffsnummer (IMO):
9281310
Äußere Kennzeichnung:
3-VI-512-03
Internationales Funkrufzeichen (IRCS):
EADN

Unfaire Fischereipraktiken

  • Die spanisch geflaggte Albatun Tres zählt zu den drei größten Ringwadenfangschiffen der Welt. Mit einer Ladekapazität von über 2.000 Tonnen Fisch ist sie als „Riesen-Ringwadenfänger“ klassifiziert. Das Schiff ist mitverantwortlich für die globale Überfischung – vor allem für den Niedergang des Großaugen-Thunfischbestands und des östlichen Bestands von Gelbflossen-Thunfischen. Die Albatun Tres nutzt Fischsammler (FADs). Sie sollen erwachsene Thunfische anziehen. Doch neben diversen anderen Meerestieren suchen auch junge Thunfische unter den treibenden Objekten Schutz – und sterben als Beifang.
  • 2002 kassierte die Albatun Tres EU-Fördermittel in Höhe von rund 4,9 Millionen Euro – die bislang fünfthöchste Fördersumme für ein europäisches Fischereischiff. Trotz einer Vorgeschichte mit illegaler, undokumentierter und unregulierter Fischerei (IUU) erhielt die Albacora Gruppe via Fischereipartnerschaftsabkommen von 2006 bis 2011 jährliche EU-Subventionen in Höhe von rund 1,17 Millionen Euro.
  • 2006 richtete Kiribati das zweitgrößte Meeresschutzgebiet der Welt ein – die Phoenix-Inseln (Phoenix Islands Protected Area, PIPA). 2010 wurde das Gebiet im Pazifik als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet, auch für seine außergewöhnlich ursprünglichen Korallenriff-Archipele. PIPA wurde „für Fischerei und andere extraktive Nutzungen“ gesperrt, den kommerziellen Fischfang verbot Kiribati jedoch nur auf drei Prozent der Fläche. Folglich trieben im restlichen Gebiet verstärkt Industriefangschiffe ihr Unwesen. Im Juni 2012 fischte die Albatun Tres im Schutzgebiet, drang aber nicht in die verbotene Zone ein. Im Juni 2014 verbot der Präsident von Kiribati jegliche kommerzielle Fischerei im Schutzgebiet der Phoenix Inseln, gültig ab 1. Januar 2015.

Die Fischerei-Monster agieren als wären sie unbeobachtet.
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