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Noch immer weigert sich Dow Chemical die vollständige Verantwortung für den Unfall und die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung Bhopals zu übernehmen. Und noch immer - über 18 Jahre später - ist der Boden der stillgelegten Chemiefabrik mit Giftstoffen verseucht, dringen giftige Substanzen ins Grundwasser und bedrohen die Bevölkerung. Dow, aufgrund eines Vertrages zur Reinigung des Geländes verpflichtet, versucht stattdessen die Aktivisten durch die Einreichung einer Klage mundtot zu machen.

Der heute übergebene giftige Abfall entspricht nur einem Bruchteil der Menge, die die Umgebung von Bhopal dauerhaft verseucht hat. Ein von Greenpeace veröffentlichter Bericht weist die Kontaminierung des Bodens mit unzähligen Giften, darunter auch Sevin und BHC, nach. Als Folge sind bis heute Mißbildungen bei Neugeborenen, Hirnschäden, Lungenödeme und Unfruchtbarkeit alltägliche medizinische Diagnosen bei den Bewohnern von Bhopal.

Wir werden so lange fortfahren Dow Chemical mit den Folgen der Katastrophe zu konfrontieren, bis das Unternehmen seine lebensbedrohlichen Altlasten entsorgt und aufhört uns zu vergiften. Schon seit 18 Jahren sehen wir uns mit den gesundheitlichen Konsequenzen konfrontiert und fragen uns, wie ein Konzern mit einem solchen Verhalten davonkommen kann, sagte Rashida Bi, Vorsitzende der Bhopal Gas Victim Women's Union, die in die Niederlande reiste, um den Giftmüll zu übergeben. (dst)

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