Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Unternehmen Matarazzo ist unterdessen mit einer sofortigen Geldbuße von 50 Millionen Real (rund 15 Millionen Euro) belegt worden. Das endgültige Strafmaß wird sich aus der technischen Untersuchung des Unfalls ergeben. Umweltministerin Marina da Silva kündigte an, dass die neue brasilianische Regierung keine laschen Umweltstandards dulden werde. Ein solches Verbrechen kann auf keinen Fall ungestraft bleiben, sagte sie.

Nachricht vom Vortag: Chemiekatastrophe in Brasilien

Dem brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro droht eine Umweltkatastrophe gewaltigen Ausmaßes. Aus dem geborstenen Rückhaltebecken einer Zellulosefabrik im Nachbarstaat Minas Gerais sind 20 Millionen Liter giftiges Ätznatron ausgelaufen und haben die Flüsse Pomba und Paraiba do Sul verseucht. Vom Unglücksort bis zur Stadt Campos wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

Sechs Städte mit insgesamt 540.000 Einwohnern sind unmittelbar von dem Unheil betroffen. Die örtlichen Behörden riefen die Bevölkerung auf, kein Wasser aus den beiden Flüssen zu schöpfen und nicht zu fischen. Vieh, das von dem Wasser trank, und zahlreiche Fische starben bereits.

Die Behörden von Rio de Janeiro kritisierten das Vorgehen des Nachbarstaates: Obwohl das Unglück sich bereits am Wochenende ereignete, schlugen die Behörden von Minas Gerais erst 24 Stunden später Alarm, weitere Katastrophenmaßnahmen sollen sogar erst mit drei Tagen Verspätung eingeleitet worden sein. Das Unternehmen Matarazzo Paper and Pulp Company in Cataguazes wurde mittlerweile geschlossen. Die Firma war schon 1995 wegen Umweltverschmutzung aufgefallen und verurteilt worden. (sit)

Mehr zum Thema

Rike Bröhan (Recy-Kids) zeigt Upcycling bei der Make-Smthng-Week

Klimageschenk

  • 09.12.2021

Dieses Weihnachten klimagerecht schenken.

mehr erfahren
Factory Worker in Guangdong Province

Wie umweltfreundlich ist die Textilindustrie?

  • 23.11.2021

Während die Modeindustrie auf dem Weg zu giftfreier Produktion weit vorangekommen ist, verschärft sie mit ungebremster Massenproduktion die Klimakrise, so ein Greenpeace-Report.

mehr erfahren
Wissenschaftlerin untersucht Wasserprobe

Nicht sauber, sondern Rhein

  • 11.11.2021

Wer verschmutzt den Rhein mit Mikroplastik? Der zweite Teil einer Greenpeace-Studie nimmt sich erneut Deutschlands wichtigste Wasserstraße vor – und findet keine Verbesserung.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktive in Stutgart beim Clean-up-Day

Markenzeichen Müll

  • 25.10.2021

Plastikproduzenten ignorieren ihre Verantwortung für die Umwelt. Eine Markenanalyse von Break Free From Plastic nennt die größten Verschmutzer jedes Jahr beim Namen.

mehr erfahren
Aufräumarbeiten am Strand im Senegal

Vom Regen in die Traufe

  • 22.10.2021

Ölunternehmen tauschen ein Übel gegen das andere: Sie produzieren zukünftig weniger Benzin, dafür mehr Plastik. Das verschärft das Müllproblem – und ist ebenso klimaschädlich.

mehr erfahren
No-PFC-Banner in Gegenlicht

Ein Gewinn für die Umwelt

  • 01.10.2021

Der Hersteller von Gore-Tex wird in seiner Outdoorbekleidung keine umweltschädlichen polyfluorierten Chemikalien mehr verwenden: ein Erfolg der Greenpeace-Detox-Kampagne.

mehr erfahren