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Grund für den Protest liefert ein Goldminen-Projekt im rumänischen Rosia Montana, das zu einem 600 Hektar großen Auffangbecken mit hochgiftigem Zyanid-Schlamm führen wird. Die Greenpeacer hatten sich deshalb als Bergbauarbeiter kostümiert und eine Gesichtshälfte golden, die andere wie einen Totenkopf geschminkt.

Nach der internationalen Espoo-Konvention, die auch von Rumänien und Ungarn ratifiziert wurde, müssen bei solchen Vorhaben auch die betroffenen Nachbarstaaten in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Doch als sich die Umweltminister beider Länder Anfang September in Transsilvanien trafen, stand die geplante Goldmine in Rosia Montana nicht auf der Tagesordnung. Der ungarische Politiker nahm sein Mitspracherecht in dieser Angelegenheit nicht wahr.

Im Einklang mit der Espoo-Konvention muss eine gemeinsame Folgenabschätzung für die Umwelt erstellt werden, an der sich Rumänien, Ungarn und auch Serbien-Montenegro als betroffene Staaten beteiligen, fordert Roland Csáski, Chemie-Experte von Greenpeace. Stattdessen lehnt sich der ungarische Umweltminister zurück und wartet darauf, dass die Studie in Rumänien fertiggestellt wird. Wie objektiv diese Studie ausfallen wird, lässt sich daran erkennen, dass sie von einem Unternehmen gemacht wird, das das besondere Vertrauen der Goldminen-Betreiber genießt.

Die aus Kanada stammende Rosia-Montana-Gold-Corporation plant in Transsilvanien die größte Goldmine Europas zu eröffnen. Um ein Gramm Gold zu gewinnen, muss ein halbes Gramm Zyanid (Blausäuresalz) eingesetzt werden. Während des Betriebes der neuen Goldmine kämen so rund 250.000 Tonnen toxische Zyanidabfälle zusammen. In dem Schlamm-Auffangbecken neben der Goldmine würde die Blausäurekonzentration so stark ansteigen, dass ein Tässchen davon reichte, um ein Kind zu töten. (mir)

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