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Greenpeace activists protesting against POPs (Persistent Organic Pollutants) in Izmit, Turkey.
© Greenpeace / Osman Ugur

Kampagne gegen Müllverbrennungsanlage Izayda in der Türkei

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In der türkischen Stadt Izmit führten Greenpeace-Aktivisten am Montag eine Protestaktion bei der Müllverbrennungsanlage Izaydas durch. Indem die 21 Aktivisten auf die gesundheitsschädlichen Auswirkungen und hohen Kosten dieser Technologie aufmerksam machten, rangen sie dem jüngst eingesetzten türkischen Umweltminister Osman Pepe ein Versprechen ab: Noch im Verlauf dieser Woche werde sich Pepe mit Greenpeace-Informationen über alternative Technologien befassen.

Foto: Schon im Jahr 2001 hatten Greenpeace-Aktivist:inen gegen die Müllverbrennungsanlage Izayda in der türkischen Stadt Izmit protestiert.

An diesem Morgen konnten die mit Giftmüll beladenen Lastwagen nicht wie gewohnt in die Müllverbrennungsanlage einfahren. Denn am Eingang der Anlage, wo sowohl klinischer als auch anderer gefährlicher Giftmüll verbrannt wird, hing ein Banner mit der Forderung Ban the Burn (Verbietet die Müllverbrennung). Zudem hatten sich Greenpeace-Aktivisten an symbolischen Giftmüllfässern mit einem Totenkopf festgekettet.

Doch auch innerhalb der Müllverbrennungsanlage nahm alles nicht mehr seinen gewohnten Lauf: Die Aktivisten kletterten auf Kräne, die die Verbrennungsräume mit immer neuem Müll füttern. Das Management von Izaydas interessierte dies jedoch wenig: Die Kräne arbeiteten einfach weiter und so wurden die Greenpeace-Aktivisten dem krebserregenden Giftmüll ausgesetzt.

Diese unverantwortliche Handlungsweise wurde noch dadurch übertroffen, dass die betroffenen Greenpeacer nicht umgehend von einem Arzt behandelt und dekontaminiert wurden.

Noch während der Aktion setzten sich die Aktivisten mit dem türkischen Umweltminister Osman Pepe telefonisch in Verbindung. Im Gespräch ging es nach Banu Dokmecibasi vom türkischen Greenpeace-Büro um Folgendes: Wir fordern vom neuen Minister, die Erlaubnis für Müllverbrennung in der Türkei zurückzunehmen und stattdessen eine vernünftige Müll-Politik einzuführen. Die neue Müll-Politik soll auf die Reduzierung und das Recycling von Müll sowie auf andere sauberere Verarbeitungsmethoden ausgerichtet werden.

Für die Neuausrichtung der Politik und die Stilllegung der Anlage sprechen von Greenpeace durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen aus dem Jahr 2000. Die untersuchten Asche-Reste der Izaydas-Müllverbrennung zeigten hohe Werte von Schwermetallen, Dioxinen und PCBs auf, deren Beseitigung in der Stockholmer Konvention über Dauergifte angestrebt wird. Diese Konvention hat die zwölf giftigsten und extrem langlebigen Schadstoffe im Visier, die sowohl umweltschädlich als auch gesundheitsgefährdend sind.

Nicht zufällig fand die türkische Aktion an dem Tag statt, an dem in Genf das siebte Treffen der Unterzeichnerstaaten der Stockholm-Konvention begann. Greenpeace erwartet vom türkischen Umweltminister Osman Pepe, die mit Unterzeichnung der Konvention eingegangenen Verpflichtungen umzusetzen, indem er den Umstieg auf eine alternative Müllpolitik einleitet.

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