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Beeinflussen sie den Hormonhaushalt von Menschen und Tieren? Diese Frage soll ein Netzwerk aus 19 Arbeitsgruppen in sieben europäischen Ländern klären.

Flammschutzmittel kommen in immer größeren Mengen zum Einsatz, aber die bislang vorliegenden Studienergebnisse reichen für eine Risikoabschätzung nicht aus, erklärt der Würzburger Toxikologe Prof. Dr. Wolfgang Dekant, der eine Arbeitsgruppe leitet.

Mögliche Ergebnisse der groß angelegten Studie: Flammschutzmittel könnten verantwortlich sein für zunehmende Krebserkrankungen beim Menschen. Oder die Fortpflanzung bei Vögeln und Fischen stören. Schon jetzt zeigen Schnecken und Frösche, die in der Nähe von Kläranlagen leben, Veränderungen des Hormonhaushaltes.

Ende Oktober legt die EU-Kommission ihren endgültigen Vorschlag zur Chemikalienpolitik vor. Greenpeace fordert seit langem, dass keine Chemikalie mehr verwendet werden darf, die man durch eine ungefährliche Alternative ersetzen kann. Ungefährlich sind zum Beispiel bauliche Veränderungen an den Geräten, durch die man vollständig auf Flammschutzmittel verzichten kann. (mod)

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