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Kinder müssen Computerschrott aussortieren, der mit Chemikalien versäucht ist. Im Novembver 2005.
© Hatvalne / Greenpeace

Der Greenpeace-Bericht (Exeter-Studie) zu Elektroschrott in Asien

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Greenpeace untersucht vor Ort

Greenpeace-Mitarbeiter besuchten im März 2005 Elektroschrott-Betriebe in Neu-Delhi/Indien und in Guiyu in der chinesischen Guangdong Provinz. Sie dokumentierten die Recycling-Arbeit und untersuchten die Auswirkungen auf die Umwelt. In beiden Gegenden wurden hauptsächlich Computer und die entsprechenden Peripheriegeräte (Monitore, Tastaturen, Drucker) verarbeitet.

Insgesamt nahm das Team über siebzig Proben direkt in den Betrieben (Hausstaub, Schrottreste) und aus der näheren Umgebung (Boden, Sediment, Abwasser, Grundwasser). Die Ergebnisse zeigen, dass auf allen Stufen des Recyclings, von der Lagerung über die Demontierung bis zur Beseitigung des Restmülls, giftige Schwermetalle und organische Schadstoffe die Umwelt belasten.

Abwasserproben aus einem Tümpel in der Nähe der Recyclingbetriebe zeigten hohe Konzentrationen an Schwermetallen, besonders von Antimon, Cadmium, Kupfer, Nickel und Zinn. Zu den organischen Schadstoffen in der Probe zählten fünf verschiedene Phthalatester.

Greenpeace untersucht vor Ort

Greenpeace-Mitarbeiter besuchten im März 2005 Elektroschrott-Betriebe in Neu-Delhi/Indien und in Guiyu in der chinesischen Guangdong Provinz. Sie dokumentierten die Recycling-Arbeit und untersuchten die Auswirkungen auf die Umwelt. In beiden Gegenden wurden hauptsächlich Computer und die entsprechenden Peripheriegeräte (Monitore, Tastaturen, Drucker) verarbeitet.

Insgesamt nahm das Team über siebzig Proben direkt in den Betrieben (Hausstaub, Schrottreste) und aus der näheren Umgebung (Boden, Sediment, Abwasser, Grundwasser). Die Ergebnisse zeigen, dass auf allen Stufen des Recyclings, von der Lagerung über die Demontierung bis zur Beseitigung des Restmülls, giftige Schwermetalle und organische Schadstoffe die Umwelt belasten.

Abwasserproben aus einem Tümpel in der Nähe der Recyclingbetriebe zeigten hohe Konzentrationen an Schwermetallen, besonders von Antimon, Cadmium, Kupfer, Nickel und Zinn. Zu den organischen Schadstoffen in der Probe zählten fünf verschiedene Phthalatester.

Greenpeace fordert

Die Elektronikhersteller müssen giftfreie und langlebigere Produkte anbieten, die sich einfach und sicher reparieren, aufrüsten oder recyclen lassen. Dazu müssen sie:

  • in ihren Produkten auf den Einsatz gefährlicher Chemikalien verzichten.
  • die Produkte so gestalten, dass sie sich später leicht auseinander nehmen lassen und die einzelnen Bauteile entfernt werden können.

 

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