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WM-Sponsor Adidas ist wegen Foulspiels bei der Textilproduktion der große Verlierer Im Fußball
Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

„All in or nothing“  –  Mit diesem Motto wirbt Adidas auf der offiziellen Homepage für die neue WM-Kollektion. Doch was das eigene Unternehmen betrifft, geht Adidas nicht „aufs Ganze“. Zu Beginn der Detox-Kampagne 2011 versprach der Konzern, gefährliche Chemikalien aus der Produktion zu verbannen. Seither ist wenig passiert.

Für den neuen Greenpeace-Report „Rote Karte für Sportmarken“ haben unabhängige Labore Produkte der aktuellen WM- Kollektion getestet. Das Ergebnis: Siebzehn der einundzwanzig getesteten Fußballschuhe enthielten perfluorierte Chemikalien, wie PFC. Einige dieser Chemikalien stören das Hormonsystem, schädigen die Fruchtbarkeit oder können sogar das Tumorwachstum fördern. Im Adidas Schuh „Predator“ wurden 14,5 Mikrogramm pro Quadratmeter der besonders gefährlichen PFC-Substanz PFOA nachgewiesen. Dieser Wert überschreitet sogar die firmeneigenen Grenzwerte. In Norwegen gilt ab Juni 2014 ein Grenzwert von 1 Mikrogramm pro Quadratmeter.

Die Chemikalie PFOA ist eine besonders gefährliche PFC-Substanz, die das Immunsystem und das Fortpflanzungssystem schädigen kann.  Auch eine Erkrankung der Schilddrüse kann eine Folge des Stoffes sein. Außerdem ist der Stoff persistent, er baut sich in der Umwelt nicht ab und ist bioakkumulativ, d.h. er reichert sich im menschlichen Körper an.

Gefährlich ist vor allem die Produktion

Während die Chemikalien für den Verbraucher nicht unmittelbar schädlich sind, liegt die Gefahr vor allem in den Produktionsländern, bei den Menschen in Asien. Die gefährlichen Stoffe gelangen über die Fabrikabwässer in die umliegenden Flüsse und reichern sich so in der Umwelt an.

„Firmen wie Adidas machen Verbraucher und Fußballfans zu unwissenden Mittätern dieses Giftskandals. Wir fordern Adidas daher auf, mit dem schmutzigen Spiel aufzuhören und den giftigen Chemikalien die rote Karte zu zeigen“, sagt Sinai Guevara von Greenpeace Mexiko.

#DetoxWave: jeder kann mitmachen

Inzwischen unterstützen auch viele Fußballfans weltweit die Greenpeace Detox-Kampagne und fordern Adidas auf, giftfrei zu produzieren. Im Aztekenstadion in Mexiko, wo 1970 und 1986 die Fußballweltmeisterschaft stattfand, sind  hunderte Fußballfans Teil der größten digitalen La-Ola-Welle der Welt geworden. Ob Fußballfan oder Sportmuffel, jeder kann Teil der Bewegung werden und Adidas die rote Karte zeigen.

„Adidas hat 2011 bereits zugesichert, giftfrei produzieren zu wollen und den Verbrauchern gegenüber transparenter zu werden. Unser Report zeigt deutlich, dass der Konzern nicht genug unternimmt, um dieses Versprechen zu halten. Adidas hat die Macht und die Möglichkeiten, giftfrei zu  produzieren, das Fußballspiel sauber zu halten und dafür zu sorgen, dass die Flüsse auch für kommende Generationen erhalten bleiben“, so Guevara.

Wer Teil der Detox-Bewegung werden will: Hier geht's los. 

  • Azteken-Stadion Mexiko-City 29.5.2014

    Im Azteken-Stadion

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