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Die Umweltschützer hielten zudem zwei Banner mit der Botschaft Dieselruß macht Krebs. Volkswagen macht mit. Volkswagen ist der größte deutsche Hersteller von Diesel-PKW. Wie alle deutschen Autohersteller weigert sich der Wolfsburger Konzern, seine Diesel-PKW mit Rußfiltern aus- bzw. nachzurüsten.

Bereits vor einer Woche hat Greenpeace mit einer Diaprojektion auf dem Volkswagen-Gelände den Einbau von Filtern, die den Ausstoß von Rußpartikeln reduzieren, gefordert. VW hat die Dringlichkeit der Lösung des Dieselruß-Problems nicht verstanden, sagt Greenpeace-Sprecher Günter Hubmann in Wolfsburg. Während Menschen an Dieselkrebs sterben, behauptet der Konzern, an neuen Technologien zur Reduzierung des Rußausstoßes zu arbeiten.

Filter zur Reduzierung der Krebs erregenden Rußpartikel gibt es längst. Greenpeace konnte in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Westfälischen TÜV in Essen an einem gebrauchten Mercedes C220-Diesel nachweisen, dass Rußfilter problemlos nachträglich eingebaut werden können. Die Dosierungseinrichtung für den notwendigen Kraftstoffzusatz stammt aus einem Gabelstapler, die Filteranlage von der französischen Firma PSA. Diese Filter werden bereits serienmäßig in einige Modelle von Citroën und Peugeot eingebaut.

In Deutschland sterben nach Berechnungen des Umwelt- und Prognoseinstituts Heidelberg (UPI) jährlich ca. 8.500 Menschen an Lungenkrebs, der durch Dieselrußpartikel ausgelöst wird. Es ist ein Skandal, dass Volkswagen wissentlich die Krebs erregende Wirkung von ungefilterten Dieselabgasen in Kauf nimmt, sagt Günter Hubmann. Hinter jedem Toten stehen zudem viele Kranke. Das Einatmen von Dieselruß kann Allergien und Asthma bei Kindern auslösen. Jugendliche und Erwachsene bekommen Herz- und Atemwegserkrankungen durch Dieselrußpartikel.

Deutsche Diesel-PKW stoßen jedes Jahr fast 9.000 Tonnen Ruß aus. Gefährlich sind vor allem die sehr kleinen lungengängigen Rußteilchen, deren Menge sich durch die steigenden Zulassungszahlen von dieselbetriebenen Fahrzeugen drastisch erhöht hat. Diese Rußpartikel sind zum Teil tausendmal dünner als ein Menschenhaar. Je kleiner die Partikel sind, umso tiefer dringen sie in die Lunge ein. Kinder sind ganz besonders gefährdet. Denn die Abgaskonzentration ist in ihrer Nasenhöhe besonders intensiv und Kinderlungen sind empfindlicher und durchlässiger.

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