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Greenpeace hat am Dienstagmittag in der Berliner Innenstadt Feinstaubwerte von bis zu 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Die von der EU im Tagesdurchschnitt erlaubten 50 Mikrogramm pro Kubikmeter wurden aufgrund des kühlen und windigen Regenwetters jedoch nicht überschritten. Greenpeace wird die Feinstaubmessungen während des zweitägigen Städtetages im Minutentakt fortsetzen.

Der Deutsche Städtetag droht zu verstauben, sagt Wolfgang Lohbeck, Greenpeace-Verkehrsexperte. Die Belastung der Bürgerinnen und Bürger mit einem der gefährlichsten Umweltgifte hat dramatische Formen angenommen. Aber schlimmer noch: Die Städte und Gemeinden werden ausgerechnet von denjenigen, die ihnen das Problem eingebrockt haben, allein gelassen. Eine unheilige Allianz von Bundespolitik und Autoindustrie versucht alles, um die einzige, tatsächlich wirksame Maßnahme gegen den Feinstaub zu unterlaufen - ein weiträumiges Verbot für alle ungefilterten Dieselfahrzeuge.

Greenpeace fordert von der Bundesregierung, dass nur noch Dieselautos zugelassen werden, die die Rußpartikelemission von fünf Milligramm pro gefahrenem Kilometer nicht überschreiten. Beim Nachrüsten von Altfahrzeugen sollen nur hoch effiziente Rußfilter steuerlich gefördert werden, die den Grenzwert von fünf Milligramm pro gefahrenem Kilometer einhalten. Zudem muss der Gesetzgeber vorschreiben, allen Dieselfahrzeuge ihre Zulassung zu entziehen, wenn sie innerhalb von drei Jahren nicht umgerüstet sind.

Dieselfahrzeuge verursachen 30 Prozent der gesamten Feinstaubbelastung deutscher Städte. In engen Straßenschluchten liegt der Anteil auch weit darüber. Die mit Abstand gefährlichsten ultrafeinen Staubpartikel stammen dabei sogar zu 90 Prozent aus den Auspuffrohren. In Deutschland sterben jedes Jahr rund 65.000 Menschen vorzeitig an den Folgen von Feinstaub. Das geht aus einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor.

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