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Auf dem Mutterschwein, einem Mercedes-Benz, ist zu lesen: Kaufen Sie keinen Diesel ohne Rußfilter. Auf den Dieselferkeln Smart und VW steht: Wenn ich groß bin, möchte ich kein Dieselschwein sein und Ich will auch‘n Rußfilter haben. Greenpeace präsentiert zudem einen Mercedes, den die Umweltschützer mit einem Rußfilter ausrüsten ließen. Dieser könnte problemlos in alle Dieselfahrzeuge eingebaut werden.

Die ultrafeinen Rußpartikel aus Dieselautos lagern sich in der Lunge ab und können über die Zellmembran ins Blut gelangen. Sie verursachen Allergien, Asthma, Herzinfarkt und Krebs.

Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Dieselkrebs, obwohl es einfache technische Lösungen dagegen gibt, sagt Greenpeace-Sprecher Günter Hubmann in Mannheim. DaimlerChrysler muss alle Diesel-Neuwagen mit Filtern ausstatten und ältere Fahrzeuge nachrüsten.

Ein Dieselrußfilter reduziert den Ausstoß von Rußpartikeln um 99 Prozent. Für nur 200 Euro könnte DaimlerChysler jedes neue Fahrzeug serienmäßig mit einem Rußfilter ausrüsten. Dann würde der Konzern aufhören, Menschen mit Dieselruß zu vergiften.

Alle Autohersteller haben die Technik längst in der Schublade. Es gibt nur einen Grund, weshalb sie keine Filter einbauen: Konzerne wie DaimlerChrysler und VW sind nicht bereit, mit einem Bruchteil ihrer Gewinne Menschen vor Dieselkrebs zu schützen, kritisiert Hubmann die deutsche Autoindustrie.

Der französische Hersteller PSA bietet schon seit dem Jahr 2000 für die Modelle Peugeot und Citroen serienmäßig Rußfilter an - ohne Mehrkosten für den Verbraucher. Freiwillig kommen die deutschen Autohersteller diesem Vorbild nicht nach.

Und obwohl alle Bundestagsfraktionen für Dieselfilter sind, vernachlässigt auch die Bundesregierung ihre Vorsorgepflicht und lässt die Industrie gewähren.

Auch wenn Politik und Industrie nicht wollen, die Verbraucher können entscheiden, welches Auto sie kaufen. Und immer wieder ist zu hören: Guck mal dort sind Schweine. Das Dieselschwein mit seinen beiden Ferkeln kommt besonders bei den Kindern gut an. Ihre Eltern sind mehr an Informationen interessiert und diskutieren angeregt mit den Greenpeacern vor Ort. (bes)

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