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Greenpeace hat im Sommer 2003 in neun Städten Messboxen an Hauptstraßen aufgestellt. Die Messergebnisse nach vier Wochen zeigen, dass es vielerorts Belastungen gibt, die die Grenzwerte des Bundesimmissionsschutzgesetzes überschreiten. Das heißt, dass die Menschen dort besonders stark gefährdet sind, an Dieselkrebs zu erkranken.

Für Autobauer wie VW und DaimlerChrysler kein Grund zur Besorgnis: Auf der internationalen Automesse in Frankfurt zeigen die Firmen zwar stolz einige Großmodelle, die künftig mit lebensrettenden Filtern ausgestattet werden. Dies geschieht jedoch nicht für besseren Gesundheitsschutz, sondern wegen der EU-Abgasnorm Euro 4. Große Modelle können diese Norm nur mit Filter einhalten. Kleinere Modelle werden weiterhin nicht serienmäßig, sondern nur gegen Aufpreis Filter erhalten. Und um die Nachrüstung bereits verkaufter Wagen kümmern sich die innovativen Autofirmen gar nicht.

Unter dem Motto Lungen lassen sich nicht nachrüsten, Autos schon stattet Greenpeace DaimlerChrysler Ende August einen Besuch ab. Aktivisten hängen zehn geschwärzte Schweinelungen vor die Zentrale in Möhringen. Mit dabei sind drei Greenpeace-Kunstwerke: Dieselschwein und Dieselferkel, umgestaltete Autos der Marken Mercedes, Smart und Lupo.

Auch Kanzler Schröder muss endlich handeln: Mit Aktionen in Berlin fordert Greenpeace Gesetze, die Autofirmen verpflichten, Rußfilter einzubauen und Nachrüstsysteme anzubieten. Eine Studie im Auftrag von Greenpeace beziffert erstmals volkswirtschaftliche Schäden durch Dieselruß: Allein die Kosten für Dieselkrebs-Erkrankungen belaufen sich jährlich auf 2,5 Milliarden Euro.

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