Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

DaimlerChrysler bringt unzählige Menschen fahrlässig in Lebensgefahr, sagte Günter Hubmann, Fahrzeug-Experte von Greenpeace. Die Weigerung DaimlerChryslers, das Dieselruß-Problem endlich mit simplen Maßnahmen anzugehen, ist geradezu menschenfeindlich. Der Konzern müsste nur die Technik anwenden, die es bereits auf dem Markt gibt. Greenpeace hat bereits bewiesen, dass das ohne Probleme zu leisten ist.

Den Beweis lieferten die Greenpeacer am Mittwoch gleich mit: Vor dem Messegelände präsentierten sie den Mercedes, den der TÜV Rheinland im Auftrag der Umweltschutzorganisation nachträglich mit einem Dieselrußfilter ausgestattet hatte. Die Technik ist bekannt und hat sich längst bewährt. Nutzfahrzeuge, Busse und Gabelstapler werden schon seit Jahren mit Filtern ausgestattet, die die gefährlichen Rußpartikel zurückhalten. Beim französischen Autohersteller PSA gehören die Filter seit über zwei Jahren zur Serienausstattung.

Die feinen Rußteilchen in den Abgasen von Dieselfahrzeugen sind zum Teil nicht einmal 0,1 Mikrometer groß. Das ist ein Tausendstel des Durchmessers eines Menschenhaars. Diese winzigen Partikel dringen tief in die Lunge ein und sind verantwortlich für eine Reihe schwerer Erkrankungen. Kurzfristig verursachen sie Herzinfarkte, Asthma und Allergien. Langfristig kann Krebs entstehen. Allein in Deutschland sterben nach Schätzungen des Umwelt- und Prognoseinstituts Heidelberg jährlich bis zu 8.000 Menschen an den Folgen von Dieselkrebs.

Das müsste nicht sein. Der von Greenpeace nachgerüstete Mercedes führt die Wirksamkeit des Filters vor. Auch nach 45.000 gefahrenen Kilometern verlässt nur ein Fünftausendstel der Partikelmenge den Auspuff. Greenpeace fordert daher, dass spätestens ab 2004 nur noch Dieselfahrzeuge mit einem Partikelausstoß von 0,001 Gramm pro Kilometer zugelassen werden sollen. Zum Vergleich: Derzeit sind nach Euro 4 Abgasnorm 0,025 Gramm pro Kilometer erlaubt. Bereits verkaufte Automobile müssen nachgerüstet werden.

Weitere Informationen über die Gefahren von Dieselruß finden Sie auf unserer Seite Dieselruß und Gesundheit.

Mehr zum Thema

Rike Bröhan (Recy-Kids) zeigt Upcycling bei der Make-Smthng-Week

Klimageschenk

  • 09.12.2021

Dieses Weihnachten klimagerecht schenken.

mehr erfahren
Factory Worker in Guangdong Province

Wie umweltfreundlich ist die Textilindustrie?

  • 23.11.2021

Während die Modeindustrie auf dem Weg zu giftfreier Produktion weit vorangekommen ist, verschärft sie mit ungebremster Massenproduktion die Klimakrise, so ein Greenpeace-Report.

mehr erfahren
Wissenschaftlerin untersucht Wasserprobe

Nicht sauber, sondern Rhein

  • 11.11.2021

Wer verschmutzt den Rhein mit Mikroplastik? Der zweite Teil einer Greenpeace-Studie nimmt sich erneut Deutschlands wichtigste Wasserstraße vor – und findet keine Verbesserung.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktive in Stutgart beim Clean-up-Day

Markenzeichen Müll

  • 25.10.2021

Plastikproduzenten ignorieren ihre Verantwortung für die Umwelt. Eine Markenanalyse von Break Free From Plastic nennt die größten Verschmutzer jedes Jahr beim Namen.

mehr erfahren
Aufräumarbeiten am Strand im Senegal

Vom Regen in die Traufe

  • 22.10.2021

Ölunternehmen tauschen ein Übel gegen das andere: Sie produzieren zukünftig weniger Benzin, dafür mehr Plastik. Das verschärft das Müllproblem – und ist ebenso klimaschädlich.

mehr erfahren
No-PFC-Banner in Gegenlicht

Ein Gewinn für die Umwelt

  • 01.10.2021

Der Hersteller von Gore-Tex wird in seiner Outdoorbekleidung keine umweltschädlichen polyfluorierten Chemikalien mehr verwenden: ein Erfolg der Greenpeace-Detox-Kampagne.

mehr erfahren