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Clemenceau1NEU

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Den Aktivisten ist es gelungen, den Mast des Schiffes und einen Verladekran zu erklettern und dort Protestbanner zu befestigen. Ein Greenpeacer hat die Clémenceau mit einem motorisierten Paraglider überflogen und ein Banner mit der Aufschrift Asbest-Frachter: Nicht hier, nicht sonstwo über dem Deck abgeworfen.

Die Geschichte der Clémenceau ist die traurige Geschichte der Schiffabwrackung im Allgemeinen, erklärt Pascal Husting von Greenpeace Frankreich. Nach jahrelangen Versuchen, einen billigen Weg zur Entsorgung der Clémenceau und ihrer Fracht von mindestens 130 Tonnen tödlichen Asbests und anderen Schadtoffen zu finden, versucht die französische Regierung mal wieder ein Schiff zur Verschrottung in unkonrollierte, indische Abwrackunternehmen zu schicken. Das ist eine inakzeptables Praxis der Müllentsorgung.

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Die Clémenceau ist eines der größten Schiffe, das zum Verschrotten exportiert wird. Jedes Jahr endet eine riesige, altersschwache Kriegsflotte mit einer gefährlichen Ladung von toxischen Substanzen wie Asbest, PCB und Schwermetallen auf asiatischen Schiffsfriedhöfen, zum Beispiel in Bangladesch, Indien, China und Pakistan. Dort müssen Arbeiter die Schiffe auf Grund fehlender Schutzmaßnahmen unter Gesundheits- und Lebensgefahr zerlegen.

Die Abwrackung dieser Asbestfrachter in Indien oder in anderen asiatischen Verschrottungsplätzen, die nicht für den Umgang mit giftigen Schiffen ausgerüstet sind, ist eine inoffizielle Kriegserklärung gegenüber der Umwelt und der ungeschützten, armen Arbeiter. Dieses Schiff durfte nicht nach Griechenland und in die Türkei exportiert werden. Also sollte es auch nicht nach Indien kommen, fordert Ramapati Kumar von Greenpeace Indien.

Zwar gibt es Abkommen wie die Baseler Konvention, die grenzüberschreitende Transporte gefährlicher Abfälle weltweit regelt und den Export von kontaminiertem Metallschrott verbietet. Darüber hinaus widerspricht die Verschrottungspraxis häufig auch dem nationalen Recht der Importstaaten, ist also in mehrfacher Hinsicht illegal. Bisher jedoch werden sämtliche Gesetze und Abkommen von der Schiffsindustrie erfolgreich ignoriert.

Auf einer heute beginnenden, dreitägigen Konferenz in Genf werden Vertreter der Internationalen Meeresorganisation (IMO), der Internationalen Labour Organisation (ILO) und der Baseler Konvention über das Problem der Schiffsabwrackung diskutieren. Bis es neue, schärfere Gesetze gibt, fordert Greenpeace die Schiffsindustrie auf, sich an die Baseler Konvention und die Internationale Menschenrechtsvereinbarung zu halten. (Autorin: Nadine Behrens)

  • Protest gegen Abwrackung

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