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forest destruction Brazil
Greenpeace/Daniel Beltra

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Die Wissenschaftler des internationalen Global Carbon Project und der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO) werteten für eine aktuelle Studie Daten der Neunzigerjahre aus. Auf dieser Basis errechneten sie, dass die Entwaldung der Tropen bis zum Jahr 2100 zwischen 87 und 130 Milliarden Tonnen Kohlendioxid verursachen wird.

Würde die Urwaldzerstörung bis 2050 auch nur um fünfzig Prozent reduziert, sagen die Forscher, so würden damit fünfzig Milliarden Tonnen Kohlendioxid vermieden. Die tropischen Regenwälder zu erhalten, sei also besonders wichtig, um die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu stabilisieren.

Die Bedeutung der Urwälder für das Klima ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Wälder sind wichtige Kohlendioxidspeicher. Durch die rasante Entwaldung riesiger Flächen in Südostasien, Brasilien und Zentralafrika geht nicht nur dieser Speicher verloren. Die Brandrodung sorgt für eine erhebliche zusätzliche CO2-Bildung.

{image_r}Vor allem in Indonesien und Amazonien werden Wälder, die in Jahrtausenden entstanden sind, großflächig für die Landwirtschaft niedergebrannt. Auf den kahlen Flächen entstehen Soja- beziehungsweise Palmölplantagen - nicht zuletzt für den Export in die Industrieländer. Die wiederum sind hauptverantwortlich für den Klimawandel. Einen traurigen Rekord kann sich Indonesien auf die Fahnen schreiben. Das Land hat es mittlerweile ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft - als schnellster Urwaldvernichter der Welt.

Die neue Studie bestätigt auch Greenpeace-Untersuchungen. Im Report Carving Up The Congo vom April 2007 warnt Greenpeace unter anderem vor den Folgen der Urwaldzerstörung für das Weltklima. Allein die Entwaldung in der Demokratischen Republik Kongo könnte bis 2050 fast 35 Millionen Tonnen CO2 verursachen. Das entspricht etwa dem CO2-Ausstoß Großbritanniens innerhalb der letzten sechs Jahrzehnte.

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