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Erst im Juni hatte das neue Gebäude des Innenministeriums in Westminster im Mittelpunkt einer zweitägigen Greenpeace-Aktion gestanden. Die Umweltschützer hatten offen gelegt, dass für den Bau Holz aus Raubbau verwendet worden war, obwohl die britische Regierung offiziell ausschließlich Holz aus legaler und nachhaltiger Waldwirtschaft für öffentliche Gebäude vorsieht.

Ein gleichzeitig von Greenpeace veröffentlichter Bericht, der die Beziehungen zwischen Großbritannien und den indonesischen Holzbaronen offen legte, sorgte für Aufregung. Die Baustoffhändler Jewson und Travis Perkins kündigten an, dass sie den Import von Holz aus indonesischen Urwäldern einstellen würden.

Von allen Urwaldländern weltweit ist Indonesien am schlimmsten vom Raubbau betroffen. Nirgendwo auf der Welt sind mehr Arten vom Aussterben bedroht. So ist innerhalb von nur zehn Jahren die Anzahl an Orang-Utans halbiert worden. Einer Schätzung der Weltbank zufolge werden die indonesischen Urwälder bis 2010 völlig abgeholzt sein, wenn die Entwicklung im gleichen Tempo weitergeht wie bisher.

Der Motor dieser Umweltkatastrophe sind die Industrieländer mit ihrem unersättlichen Hunger nach billigem Holz. Greenpeace fordert deshalb, dass nur noch Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft, zertifiziert nach den strengen Regeln des Forest Stewardship Council (FSC), in den Handel gelangen darf.

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