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Rund 30 Greenpeacerinnen und Greenpeacer hatten sich im Hafen an die Arbeit gemacht. Einige erklommen einen Verladekran und entrollten eine Leinwand, auf die Bilder von der Zerstörung der letzten Urwälder projiziert wurden. Sechs am Kran befestigte Orang-Utan-Puppen machten auf das Aussterben der Affen durch die Urwaldabholzung aufmerksam.

Andere Aktivisten räumten mit Gabelstaplern Sperrholzbretter aus der Lagerhalle und türmten sie auf dem Kai auf. Unter den Lieferanten des Sperrholzes befinden sich Firmen wie Barito Pacific und Korindo. Beide sind dafür bekannt, in illegale Abholzungen großen Stils verwickelt zu sein.

Greenpeace-Waldexpertin Sandra Pfotenhauer forderte Polizei und Zoll auf, die notwendigen Beweise sofort zu sichern und Maßnahmen gegen den Import von Holz aus illegalen Quellen und Urwaldzerstörung zu ergreifen.

Es ist gut möglich, dass in Bremen sogar alle notwendigen Papiere vorhanden sind, die das Holz als legal ausweisen, sagte Pfotenhauer. Diese Papiere sind in Indonesien quasi an jeder Straßenecke zu bekommen.

Die Greenpeacer fanden in den Lagerhallen auch größere Mengen an Raminholz. Ramin ist seit August 2001 im Anhang III des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) gelistet. Das bedeutet, dass der Handel mit Raminholz einer besonderen Genehmigung bedarf. Aus Indonesien darf zudem ausschließlich Ramin mit dem Umweltsiegel des Forest Stewardship Council (FSC) exportiert werden.

In Indonesien werden die Urwälder zu rund 90 Prozent illegal abgeholzt. Korruption ist an der Tagesordnung. Der Arm der indonesischen Holzmafia reicht bis in die Politik hinein. Ein Teil des geraubten Holzes gelangt nach Deutschland. Bremen ist der größte deutsche Umschlagplatz für Sperrholz aus Indonesien.

 

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