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Die Paradieswälder des asiatischen Pazifikraums bersten von einer unvorstellbaren Lebensvielfalt, sagt Emma Hafield, Geschäftsführerin von Greenpeace Südostasien. Aber diese Wälder und das Leben darin werden schneller zerstört als jeder andere Wald auf der Erde, angetrieben vom Holzhunger in Europa, den USA, Japan und China.

{image}Der erst kürzlich entdeckte Garten Eden in Papuas Foja-Bergen legt Zeugnis von der fantastischen Artenvielfalt ab. In diesem Fleckchen Land, das von jedem menschlichen Zugriff verschont geblieben ist, fanden Forscher eine ganze Reihe neuer Tier- und Pflanzenarten: Frösche, Schmetterlinge und eine bisher unbekannte Vogelart aus der Familie der sogenannten Honigfresser.

Doch die Urwaldzerstörung in Indonesien schreitet rasend schnell voran: In den vergangenen fünf Jahren schrumpfte der Wald jährlich um 1,9 Millionen Hektar. Das sind fünf Fußballfelder pro Minute. Ein Großteil der Abholzung geschieht illegal. Nach Angaben des indonesischen Waldministeriums wird das Land so um umgerechnet vier Milliarden Dollar jährlich betrogen.

Den Kahlschlag stoppen

Um der Lage Herr zu werden, ist Kooperation wichtig. Holz produzierende und konsumierende Länder müssen zusammenarbeiten, um illegale und zerstörerische Holzfäller zu stoppen. Nur über regionale und internationale Zusammenarbeit können wir einen der letzten Urwälder der Welt für künftige Generationen erhalten, so Hasporo, Waldexperte bei Greenpeace Südostasien.

{image}Als Alternative zum großflächigen, industriellen Kahlschlag initiiert Greenpeace ein Programm, das die ökologisch verträgliche Nutzung der Wälder in der Region gewährleisten soll. In Papua wird Greenpeace daher Gastgeber eines Forum sein, mit dessen Hilfe sich verschiedene Kommunen gemeinschaftlich über eine ökologisch sinnvolle Waldnutzung verständigen können.

Auch im Osten der Insel, am Ufer des Murraysees in Papua-Neuguinea, setzen sich Greenpeacer für den Erhalt des Urwaldes ein. Dort steht das Greenpeace-Urwaldcamp. Freiweillige aus aller Welt helfen Einheimischen dabei, ihr Land zu kartieren und es so gegen die Holzfäller zu schützen. Dabei war auch Florian Asis Schultz, der uns in spannenden Berichten von seiner Arbeit im Urwald erzählt hat.

(Autor: Benjamin Borgerding)

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