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Salge wollte sich vor Ort einen Eindruck von der Situation der finnischen Urwälder verschaffen. Ihn begleiteten Journalisten und Firmenvertreter aus England und Deutschland. Die finnischen Medien beobachteten jeden Schritt der Reisegruppe, so dass die Anwesenheit des deutschen Greenpeace-Mitarbeiters in Finnland ein deutliches Medienecho hervorrief.

Erfreuliche Folgen zeitigte der Greenpeace-Protest gegen die Urwaldzerstörung in diesem Jahr auch in der finniscshen Politik. So hat sich im vergangenen Monat der Ausschuss für Umweltfragen des finnischen Parlaments mit der Urwaldfrage beschäftigt. Der Umweltminister sowie Premierminister Matti Vanhanen sind im Kontakt mit der größten finnischen Umweltschutzgruppe FANC (Finnish Association for Nature Conservation).

Noch am vergangenen Sonnabend teilte das staatliche Forstunternehmen Metsähallitus mit, welches die Oberaufsicht über die finnischen Wälder hat, dass man bis Weihnachten keinen Baum in den von Greenpeace benannten Urwäldern fällen werde. Nach Ablauf eines kurzfristigen Einschlags-Moratoriums im Sommer waren zwischen August und Oktober dieses Jahres jedoch Holzfäller in sechs der 474 identifizierten finnischen Urwäldern tätig gewesen.

Das heißt nicht, dass die Urwälder nun geschützt sind, erklärt Oliver Salge. Es zeigt aber, das sich allmählich in den Köpfen der Gedanke festsetzt, dass die Holzeinschläge nicht einfach so weitergehen können. Wir haben noch kein dauerndes Moratorium erreicht, faktisch wird aber wieder einmal nicht eingeschlagen. Das freut besonders die finnischen Ureinwohner, die Sami. Einige von ihnen betreiben noch die Rentierwirtschaft auf traditionelle Weise. Gerade für sie ist der Erhalt der Urwälder geradezu eine Frage des Überlebens. So ist auch zu verstehen, dass ein angesehener Sami-Rentierhalter Greenpeace mehr Einsicht in die Lage der Sami attestierte als den staatlichen Stellen.

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