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Mit einer Gedenktafel am Fuß des 84 Meter hohen Baumes haben die Greenpeacer und Aktivisten der australischen Umweltorganisation Wilderness Society sich verabschiedet. Die Tafel erinnert in englischer, japanischer und deutscher Sprache an die Global Rescue Station, die Station zur Rettung der tasmanischen Urwälder.

Im Styx Valley - 70 Kilometer westlich von Hobart - wachsen die größten Hartholzbäume der Welt. Bis zu 95 Meter hoch, höher als ein 25-stöckiges Haus, sind die Eukalyptusriesen. Bis zu fünf Meter Durchmesser weisen sie am Fuß auf. Viele sind mehr als 400 Jahre alt - und werden abgeholzt, um als Holzschnipsel in japanischen Papierfabriken zu landen.

Die Methoden der Holzfäller im Styx Valley sind im gesamten restlichen Australien verboten. Die alten Wälder werden völlig kahlgeschlagen, mit Napalm-Brandsätzen aus der Luft bombardiert. Im Jahre 2000 wurden gut fünf Millionen Tonnen Holz zu Chips zerschreddert.

Verantwortlich für die Zerstörung ist der Holzkonzern Gunns Ltd. Seit der Multi 2001 die beiden Firmen North und Boral übernommen hat, werden Angaben wie die von 2000 als Geschäftsgeheimnis behandelt: Sie dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

Die Umweltschützer aus Australien, Japan, Belgien, Kanada und Deutschland haben es in den fünf Monaten ihres Baumlebens geschafft, den Skandal im Styx Valley zum öffentlichen Thema zu machen. Führende Politiker wie Mark Latham von der oppositionellen australischen Labourpartei und Bob Brown von den Grünen haben die Global Rescue Station besucht. Ebenso die Musiker Jimmy Barnes und John Butler.

Greenpeace verhandelt derzeit mit den japanischen Papierherstellern, für ihr Produkt kein Holz aus Tasmanien mehr zu beziehen. Und knüpft Kontakte zu britischen Reiseanbietern: Noch gehören Tasmaniens Urwälder zu den schönsten Reisezielen, die Australien zu bieten hat.

Wir halten den Druck auf Gunns Ltd. aufrecht, erklärt Greenpeace-Waldexpertin Rebecca Hubbard. Die Regierung darf die zügellose Zerstörung nicht länger ignorieren. Styx Valley ist zum Wahlkampfthema geworden.

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