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Protest bei Stora Enzo

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Wir fordern, dass Stora Enso anfängt, verantwortlich zu handeln und Holzankauf vom staatlichen Holzunternehmen Metsähallitus, das von Urwaldzerstörung lebt, stoppt! fordert der Waldexperte von Greenpeace Finnland, Matti Liimatainen.

Stora Enso ist der größte Kunde des staatlichen Forstunternehmens Metsähallitus, das in Nordfinnland die Urwälder abholzt. Der Großteil des Einschlags wird für Stora Enso getätigt. Der Konzern nutzt Holz aus Urwäldern, um Zellstoff und Papierprodukte wie Zeitschriften und Kopierpapier für den europäischen Markt herzustellen.

Deutsche Firmen sind Finnlands wichtigster Papierkunde und tragen damit eine besondere Verantwortung für die Urwälder Finnlands. Knapp 20 Prozent des Papiers und ein Drittel der Zellstoffexporte Finnlands sind für den deutschen Markt bestimmt. Jede Woche verlässt ein großer Papierfrachter beladen mit Papierrollen und -bögen den finnischen Ostseehafen Oulu und läuft drei Tage später im Hafen von Lübeck-Travemünde ein.

Abnehmer dieses Papiers aus Finnland sind vor allem: Zeitschriften-Verlage wie Axel Springer Verlag, Bauer Verlag, Bertelsmann-Gruppe, Burda Verlag, Condé Nast Verlag, Gruner + Jahr oder Spiegel-Verlag; Papiergroßhändler wie Papier Union, Schneider + Söhne und die Deutsche Papier; sowie Briefumschlagshersteller wie Bong RCT oder Mayer-Kuvert.

240 finnische Wissenschaftler, unter anderem in Forschungsinstituten, Universitäten und staatlichen Forschungszentren beschäftigt, haben kürzlich dafür appelliert, die Abholzung des Urwalds zu stoppen. Ihrer Meinung nach ist der Einschlag nicht nachhaltig und widersprüchlich zu internationalen Abkommen, nach denen Finnland seine ökologische Vielfalt schützen will.

Weltweit sind bereits 80 Prozent der Urwälder zerstört. In Finnland ist die Situation besonders schlimm, da nur fünf Prozent der Wälder geschützt sind. Wir brauchen die Urwälder auch zukünftig - nicht zuletzt für den Schutz des Klimas. Dafür muss auch Stora Enso seine Verantwortung anerkennen und von seinen Holzlieferanten fordern, die Abholzung des Urwalds zu stoppen. Aber auch die deutschen Konzerne sind gefragt, auch sie müssen ihre Einkaufspolitik verändern.

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