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Neben dem legalisierten Raubbau ist illegaler Holzeinschlag und -handel eine der Hauptursachen für die Zerstörung der Urwälder. Schätzungen der Weltbank zufolge werden den Herkunftsländern durch die illegalen Machenschaften jährlich 10 bis 15 Milliarden Euro an Steuereinnahmen vorenthalten. Holz aus Indonesien beispielsweise wird zu 70 Prozent als illegal eingestuft. In Brasilien sind es mehr als 80, in Nordwestrussland 25 Prozent.

Der groß angelegte Raub zerstört riesige Waldgebiete, bedroht die Artenvielfalt und vernichtet die Lebensgrundlagen vieler Menschen. Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Repressionen sind an der Tagesordnung. Vielerorts haben sich längst mafiose Strukturen etabliert. Umweltschützer, die der Holzmafia in die Quere kommen, sind ihres Lebens nicht mehr sicher.

Die Europäische Kommission hat den EU-Mitgliedsstaaten im Mai 2003 einen Aktionsplan vorgelegt, mit dem sie illegalen Holzeinschlag und Handel bekämpfen will. Dieser Plan ist völlig unzureichend. Die Unterzeichner des Appells fordern die Bundesregierung auf, sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene für drastische Maßnahmen gegen die Holzkriminalität zu sorgen.

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