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Gefällte Baumstämme in Russland
© Noel Matoff / Greenpeace

Scheinlegales Russland-Holz für Finnland

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Die finnischen Produzenten von Faserstoff importieren wissentlich russisches Holz, das illegal geschlagen worden ist. Diesen Vorwurf erhob Greenpeace am Montag in Moskau und forderte Helsinki auf, etwas dagegen zu unternehmen.

Ein großer Teil des von finnischen Firmen gekauften Holzes fällt in diese illegale Kategorie, obwohl die Begleitpapiere den Anschein von Legalität erwecken, sagte Alexej Jaroschenko von Greenpeace Russland gegenüber der Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP). Dass die finnischen Faserstoffproduzenten von der oft unrechtmäßigen Herkunft wissen müssten, ist ersichtlich, weil sie die Situation in Russland und die Probleme, die wir haben, sehr gut kennen, so Jaroschenko. Er übergab den Protest dem finnischen Botschafter in Russland, Rene Nyberg.

Nyberg räumte ein, dass eine Vielzahl der russischen Holzexporte aus illegalem Einschlag stamme, berichtet AFP weiter. Doch seien daran nicht finnische Unternehmen schuld. Der Botschafter verneinte jede Verstrickung der finnischen Firmen mit der illegal operierenden Forstindustrie in Russland. Wenn man ihnen legale Dokumente bezüglich des Fällens vorlege, dann können die finnischen Betriebe doch nicht wissen, dass es sich dabei um Fälschungen handelt.

Nach China ist Finnland der zweitgrößte Abnehmer für russisches Holz. Das skandinavische Land importiert jedes Jahr rund elf Millionen Kubikmeter aus dem Nachbarland. Umweltschützer gehen davon aus, dass ein Großteil des illegal geschlagenen Holzes aus dem fernen Osten Russland stammt, wo der rechtswidrige Einschlag weit verbreitet ist.

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