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Hintergrund: Der stellvertretende Bürgermeister der brasilianischen Metropole hatte zugesagt, dem Amazon Friendly Cities Program beizutreten und so einen Beitrag zum Urwaldschutz in Amazonien zu leisten. Doch daran wollte man am Montag im Rathaus nicht erinnert werden. Die Polizei beendete die Aktion und nahm die Aktivisten in Gewahrsam.

Dass es dem Regenwald in Amazonien nach wie vor nicht gut geht, zeigte Ende vergangener Woche eine scheinbar erfreuliche Nachricht aus Brasilien: Die Regierung gab bekannt, dass sich die Urwaldzerstörung in den vergangenen elf Monaten um rund die Hälfte reduziert habe.

Doch Paulo Adario, Waldexperte bei Greenpeace in Brasilien, warnt vor den Erklärungen der Regierung. Die möchte die verlangsamte Zerstörung ihrem Waldschutzprogramm zuschreiben. Adario sieht darin allerdings nur eine konjunkturell bedingte Phase. Ein drastischer Preisverfall für Soja auf den internationalen Märkten sorgte für einen geringeren Soja-Anbau in Brasilien. Gerade für neue Soja-Anbauflächen wurde aber der Regenwald zerstört.

Adario fordert die Regierung auf, sich nicht auf dem kurzen Erfolg auszuruhen, sondern weiterhin vor Ort Präsenz zu zeigen. Außerdem geht das Geld für den Kampf gegen die Urwaldzerstörung zu Ende, so Adario. Es ist dringend notwendig noch nachzulegen.

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