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Abgerodete Landschaft in Argentinien

Protest in London gegen Urwald-Kahlschlag

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Zeitgleich mit der Greenpeace-Aktion in Nordenham/Deutschland haben am Mittwoch auch Greenpeace-Aktivisten in London gegen die Zerstörung der letzten Urwälder protestiert: Sie erklärten den Bauplatz, auf dem das neue Gebäude des Innenministeriums entsteht, zum Schauplatz eines Umweltverbrechens. Elf Aktivisten erkletterten vier riesige Kräne und entrollten Transparente mit der Aufschrift Rainforest Demolition Site (Schauplatz für Regenwald-Zerstörung).

Anlass des Protests war das gebrochene Versprechen Tony Blairs, dass nur Holz einwandfreier Herkunft und aus nachhaltiger Waldwirtschaft für das neue Gebäude verwendet würde. Greenpeace-Recherchen hatten aber ergeben, dass Vertragspartner der Regierung Ware aus illegalem Kahlschlag in Indonesien verwenden. Das Bauholz für die Betonverschalungen wurde von Holzbaronen gekauft, die für Umweltzerstörung, illegales Abholzen, Korruption und Menschenrechtsverletzungen bekannt sind.

Greenpeace fordert die EU-Kommission auf, dem Missbrauch durch eine schärfere Gesetzgebung ein Ende zu setzen. Der Import von Holz illegaler oder ethisch zweifelhafter Herkunft muss verboten werden. Die Beweislast, dass die angebotene Ware aus einwandfreier Quelle stammt, muss bei den Impoteuren liegen. Den Verbrauchern muss durch eine klare Kennzeichnung mit dem FSC-Siegel (Forest Stewartship Council) ermöglicht werden, sich für Holzprodukte aus nachhaltiger und sozial verträglicher Waldnutzung zu entscheiden.

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