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Es geht um das größte Artensterben in der Geschichte der Erde. Wenn die Regierungschefs global gefordert sind, dürfen sie in Berlin nicht nur über künftige Strukturen in der EU plaudern, sagte Greenpeace-Artenschutzexperte Thomas Henningsen in Berlin.

Auf der UN-Konferenz kommt es jetzt besonders auf die reichen Industrieländer wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland an, um die letzten Schatzkammern der Welt zu retten. Nur mit finanziellen Zusagen der Industrieländer sind die Entwicklungsländer in der Lage, die Zerstörung der Urwälder und Plünderung der Meere zu stoppen.

Derzeit sterben täglich bis zu 150 Arten aus. Die UN-Konferenz in Kuala Lumpur hat sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl bis 2010 deutlich zu verringern. Ohne ein globales Netz von Schutzgebieten ist ihr Ziel nicht zu ereichen. Diese Schutzgebiete lägen vorwiegend in Entwicklungsländern.

Wissenschaftler der Universität Cambridge haben errechnet, dass für Schutzgebiete zusätzlich 20 Milliarden Euro jährlich erforderlich sind. Solche Summen können die Entwicklungsländer allein nicht aufbringen. Sie weigern sich daher, einem verbindlichen Arbeitsprogramm zuzustimmen, solange die reichen Industriestaaten sich nicht beteiligen.

Bundesumweltminister Trittin (Grüne) erklärte am Mittwoch in Kuala Lumpur, Deutschland habe im letzten Jahrzehnt im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit eine halbe Milliarde Euro für den Artenschutz bereitgestellt. Das ist zu wenig. Greenpeace fordert, dass die Bundesrepublik sich mit einer Milliarde Euro pro Jahr an den Kosten beteiligt.

 

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