Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Noch in diesem Jahr will Norwegen mit der ersten Zahlung von 21 Millionen Euro beginnen. Die Gesamtauszahlung soll in mehreren Etappen erfolgen - allerdings erst, wenn Brasilien erste Erfolge vorweisen könne.

Bereits im Jahr 2007 stellte Greenpeace gemeinsam mit acht weiteren Organisationen ein Konzept vor, wie die Entwaldung am Amzonas innerhalb von sieben Jahren gestoppt werden kann. Kern dieses Entwurfs ist ein Finanzierungsplan der durch einen Fonds gespeist wird.

Innerhalb der nächsten sieben Jahre sollen pro Jahr rund 390 Millionen Euro aus öffentlichen und privaten Investoren in einen Fonds fließen. Das derzeitige brasilianische Konzept orientiert sich an diesem Vorhaben.

Der Fonds wird von der Nationalen Entwicklungsbank (BNDES) verwaltet. In dem Gremium sind neben der brasilianischen Regierung auch die Amazonas-Staaten sowie einheimische Bürger vertreten.

Deutschland kündigte auf der UN-Konferenz für biologische Vielfalt (CBD) im Mai an, bis 2012 500 Millionen für den Urwaldschutz zu investieren. Ab 2013 sollen es jährlich 500 Millionen sein.

Wohin das Geld fliest, ist noch nicht bekannt. Es wäre begrüßenswert, wenn auch Deutschland sich finanziell an diesem Fonds beteiligen würde. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Gelder wirkungsvoll zum Schutz des Regenwalds verwendet werden., meint Tobias Riedl, Waldexperte bei Greenpeace.

Der Regenwald in Amazonien birgt eine riesige Artenvielfalt, die durch die Zerstörung der Wälder gefährdet wird. Auch der Lebensraum vieler Menschen wird auf diese Weise bedroht.

Die Urwaldzerstörung hat zudem fatale Folgen für das globale Klima. Gut 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus der Zerstörung der Wälder. Brasilien ist weltweit der viertgrößte Verursacher von CO2-Emmissionen. Rund 75 Prozent entstehen dabei allein durch die Abholzung des Regenwaldes.

Mehr zum Thema

Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.

2022 – Das Jahr der Waldbrände

  • 28.07.2022

Was verbindet den US-amerikanischen Yosemite-Nationalpark, die griechische Insel Lesbos und die Sächsische Schweiz? Sie fackeln ab. Eine traurige Weltreise in die brennenden Wälder der Erde.

mehr erfahren
Indigene und Greenpeace-Aktive im Boot auf dem Manicoré River

Greenpeace und Moritz Jahn auf Amazonas-Expedition

  • 15.07.2022

Greenpeace war gemeinsam mit Forschenden und Influencer Moritz Jahn auf Expedition im Amazonas-Regenwald. Ziel war, die Region zu erforschen und den Indigenen beim Schutz ihres Zuhauses zu helfen.

mehr erfahren
Dom Phillips and Bruno Pereira

Aktivisten im Amazonasgebiet tot aufgefunden

  • 16.06.2022

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die im brasilianischen Amazonasgebiet verschwundenen Aktivisten sind tot. Greenpeace fordert eine transparente Aufklärung.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

EU-Mercosur-Abkommen

  • 02.06.2022

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch das geplante EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gefährdet ihn weiter - während die Autoindustrie profitiert.

mehr erfahren
PT Megakarya Jaya Raya (PT MJR) Oil Palm Concession in Papua

Klima und Arten brauchen ein EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz

  • 17.03.2022

Ein starkes EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz ist dringend nötig, um gegen die Wald- und Naturzerstörung sowie die Verletzung von Menschenrechten anzukämpfen.

mehr erfahren
Oil Palm Fruit

Raubbau für Palmöl

  • 18.01.2022

Palmöl findet sich in etwa jedem zweiten Produkt im Supermarkt. Doch unser Ressourcenhunger vernichtet die letzten Regenwälder Südostasiens.

mehr erfahren