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Protest in Jakarta, April 2004
Dean Sewell / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Erst Anfang des Jahres 2009 hatte Präsident Yudhoyono sich zur Halbierung der CO2-Emissionen verpflichtet, die durch Indonesiens Brandrodungen entstehen. Doch jetzt scheint der Wahlkampf die Oberhand zu gewinnen: Die Ministerpläne sehen verdächtig danach aus, dass die mächtige indonesische Papier- und Palmöl-Industrie im Wahljahr zufrieden gestellt werden soll - auf Kosten der Umwelt, kritisiert Greenpeace-Waldexpertin Corinna Hölzel.

Greenpeace-Aktivisten vor Ort appellieren mit ihrem Protest auch an Yudhoyono und Clinton, eine Führungsrolle bei den dringend nötigen Reduzierungen der Treibhausgas-Emissionen zu übernehmen. Ein wichtiges Thema auf Clintons Asienreise ist der Klimawandel. Die Aktivisten in Indonesien hoffen deshalb, auch mit ihrer Forderung nach einem internationalen Fonds zur Rettung der Urwälder bei der amerikanischen Regierung Gehör zu finden.

Der Produktion von Palmöl und Papier fallen in Indonesien jedes Jahr rund zwei Millionen Hektar Wald zum Opfer. Zur einfacheren Kultivierung werden die kohlenstoffreichen Torf-Böden, auf denen sie wachsen, gleich mit abgebrannt. Das führt dazu, dass Indonesien den dritten Rang der größten Klimaverschmutzer einnimmt, gleich hinter den USA.

Die hohe Nachfrage nach Papier und Palmöl auch aus Deutschland erhöht den Druck für die Regierung, immer neue Flächen bereit zu stellen. Palmöl ist ein wichtiger Rohstoff für Lebensmittel und Kosmetika. Zunehmend dient es auch als Brennstoff für Fahrzeuge oder zur Strom- und Wärmegewinnung.

Immer mehr Torfwälder, die nicht nur gigantische Mengen an Kohlenstoff speichern, sondern die auch die Heimat für bedrohte Arten wie dem Orang Utan sind, werden unserem Konsum geopfert. Große indonesische und malaysische Konzerne nutzen unseren steigenden Bedarf an Rohstoffen und machen Druck auf die indonesische Regierung, erklärt Hölzel.

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