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Greenpeace fordert seit Jahren, dass der Kellerwald als Nationalpark unter internationalen Schutz gestellt wird. Dass es jetzt trotz lokaler Bedenken zu einer positiven Entscheidung gekommen ist, gibt Anlass zur Freude. Doch in die Freude mischt sich auch Skepsis. Mit der Entscheidung für den Nationalpark ist nicht automatisch ein Einschlagverbot verbunden. Wissenschaftler und Umweltschützer fordern deshalb, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen: Das Abholzungsverbot muss in die Verordnung aufgenommen werden.

Es besteht die Gefahr, dass der Kellerwald kein richtiger Nationalpark wird, kommentiert Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser. Entscheidende Kriterien für Nationalparks können im Ringen um Konsens in der Region unter den Tisch fallen - das zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern. Maßgeblich sind die Vorgaben der internationalen Naturschutzorganisation IUCN: In einem Nationalpark dürfen auf mindestens 75 Prozent der Fläche keine Bäume eingeschlagen werden. Spätestens 2006 muss Schluss sein mit dem Holzeinschlag. Und: Die bislang praktizierte Trophäenjagd muss einem ökologischen Wildmanagement weichen.

Greenpeace fordert, dass der Kellerwald, der auch die Heimat von seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist, direkt dem hessischen Umweltministerium unterstellt wird. Bislang will die Landesregierung nur die Verwaltung des Parks dem Umweltministerium angliedern, die Weisungsbefugnis aber soll beim Landesbetrieb Hessenforst bleiben. Eine solche Konstruktion lehnt Greenpeace ab.

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