Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Forderung hatten die Aktivisten zusätzlich in großen Holzbuchstaben vor das Gebäude gelegt - mit Brettern aus illegal geschlagenem Tropenholz. Einige als Orang Utans und Tiger verkleidete Aktivisten wiesen auf die Bedrohung des Lebensraums für eine einzigarte Tier- und Pflanzenwelt durch illegalen Holzeinschlag hin.

Die Kommission schlägt zwar vor, dass die EU und einige holzproduzierende Länder künftig nur noch legal geschlagenes Holz nach Europa importieren sollen. Doch ob die Länder einer solchen Vereinbarung zustimmen, bleibt ihnen selbst überlassen. Im nächsten Jahr sind Verhandlungen mit möglichen Partnerländern geplant, darunter Indonesien, Kamerun und Malaysia.

Zur Zeit schlägt die Europäische Union freiwillige Maßnahmen vor, um gegen illegale Abholzung vorzugehen. Das ist so, als würde man Unternehmen bitten, freiwillig Steuern zu zahlen, sagt Sebastian Risso, Waldexperte bei Greenpeace. Legalität sollte Vorbedingung für wirtschaftliches Handeln sein, keine vergebliche Bitte. Jegliche Bemühungen strikter gegen illegalen Holzeinschlag vorzugehen werden fehlschlagen, solange es keine geeigneten Gesetze gibt, um die europäische Nachfrage nach billigen Holzprodukten aus illegalen und zerstörerischen Quellen zu stoppen.

Doch selbst wenn eine Vereinbarung zustande käme, könnte sie auf einfachste Weise umgangen werden - so, wie es zur Zeit schon geschieht. Eine kürzlich von Greenpeace veröffentlichte Studie deckt auf, dass illegal geschlagenes Holz aus den Regenwäldern Indonesiens und Papua-Neugineas in China zu Sperrholz verarbeitet wird. Von dort findet es unter anderem den Weg nach Europa.

Europa muss die Verantwortung für das übernehmen, was es auf dem Markt erlaubt, fordert Risso. Ohne effektive Maßnahmen, die einen umweltverträglichen Handel und Konsum garantieren, werden die letzten Urwälder dieser Welt verschwinden. Mit Aktionen in Spanien, England und Italien hat Greenpeace in den vergangenen zwei Wochen gegen derartige Machenschaften protestiert. (Autorin: Nadine Behrens)

Mehr zum Thema

Oil Palm Fruit

Raubbau für Palmöl

  • 18.01.2022

Palmöl findet sich in etwa jedem zweiten Produkt im Supermarkt. Doch unser Ressourcenhunger vernichtet die letzten Regenwälder Südostasiens.

mehr erfahren
Illegal Mining in Yanomami Indigenous Land in Brazil

Drei Jahre Bolsonaro: Drei Jahre Umweltzerstörung in Brasilien

  • 17.01.2022

Im Januar 2022 feiert Jair Bolsonaro dreijähriges Amtsjubiläum als Präsident von Brasilien. Doch für das Klima und die Biodiversität Brasiliens gibt es wenig Grund zu feiern.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

EU-Mercosur-Abkommen

  • 15.12.2021

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch das geplante EU-Mercosur Freihandelsabkommen gefährdet ihn weiter.

mehr erfahren
Timelapse over Broadback Valley Forest in Canada

Wälder des Nordens

  • 18.11.2021

Die borealen Wälder in Kanada, Russland und Skandinavien beherbergen eine große Artenvielfalt und tragen zum Klimaschutz bei. Doch die verbliebene Waldwildnis ist bedroht.

mehr erfahren
Feuer im Amazonas, September 2019

Gefahr für Mensch und Umwelt

  • 17.11.2021

Das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten hat schädliche Folgen, wie eine Studie zeigt.

mehr erfahren

Feuer im Amazonas-Gebiet

  • 16.11.2021

Jahr für Jahr ein neuer trauriger Rekord: Auch in diesem Jahr brennt wieder der Amazonas-Regenwald. Wie schlimm es ist, und was die Handelspolitik damit zu tun hat.

mehr erfahren