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Intakte Urwälder sind Lebensgrundlage für Millionen von Menschen. Doch gestohlenes Holz aus den letzten Urwäldern der Erde überflutet Europa. Fast täglich kommen ganze Schiffsladungen in europäischen Häfen an und werden von dort aus über den Kontinent verteilt. Das wertvolle Holz landet auf Baustellen oder im Einzelhandel.

Damit der Import von Holz aus illegalen Quellen und Urwaldzerstörung gestoppt werden kann, muss die neue Regierung unbedingt ein Urwaldschutzgesetz verabschieden, fordert Sandra Pfotenhauer, Wald-Expertin bei Greenpeace. Auch auf EU-Ebene müssen Regelungen gegen die Einfuhr und den Handel mit Holz aus Raubbau getroffen werden.

Bisher gibt es so gut wie keine rechtlichen Möglichkeiten, den Handel mit Holz aus illegalen Quellen und Urwaldzerstörung zu unterbinden. Die einzige Möglichkeit nachzuweisen, dass Holz aus einem ökologisch und sozial bewirtschafteten Wald stammt, bietet das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC).

Die Guan He Kou hat Holz eines kamerunischen Holzunternehmens geladen, der Société Industrielle de Mbang (SIM). An der Firma halten die italienischen Holzunternehmen Piarottolegno und Dassi Anteile.

Die Holzindustrie im Kongobecken ist für ihre Korruptheit berüchtigt - auch SIM bildet da keine Ausnahme. Bei Recherchen 2005 in Kamerun fand Greenpeace heraus, dass die Firma nicht nur selber illegal einschlägt, sondern Holz von Unternehmen zukauft, die illegal einschlagen.

Kamerun hat 2004 Holz für schätzungsweise 400 Millionen Euro nach Europa exportiert. Italien ist eines der Hauptabnehmerländer für Schnittholz, Furnierholz, Pressholz und Rundholz. Weitere Schlüsselländer für den Import sind Spanien, Frankreich, Belgien, Irland, Deutschland und die Niederlande.

Wenn Sie unsere letzten Urwälder mit schützen wollen, achten Sie beim Einkauf von Holz- und Papierprodukten auf das Siegel des FSC. Damit werden Betriebe ausgezeichnet die eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Forstwirtschaft betreiben.

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