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Aftermath of Hurricane Stan in Mexico
© Greenpeace / Teresa Osorio

Folgen von Tropensturm Stan durch Menschen verschlimmert

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Mehr als 160 Menschen starben bereits durch den Tropensturm Stan und dessen Folgen. Das Hauptproblem in der Region waren nicht so sehr starke Winde, sondern die Wassermassen, die von den Böden nicht aufgenommen werden konnten. Menschliche Aktivitäten hatten auch hieran Anteil.

Zwei der drei am stärksten betroffenen Provinzen in Mexiko sind gleichzeitig diejenigen, in denen in den letzten Jahren ohne Rücksicht abgeholzt wurde. 76 Prozent der Fläche des Bundesstaats Chiapas wurde bereits entwaldet oder die Wälder wurden stark beschädigt. In Oaxaca sind es gar 83 Prozent.

Das Blätterdach der Wälder mindert die Wucht des Wassers vor dem Aufprall auf dem Boden, der zudem von den Wurzeln festgehalten wird. Gleichzeitig sorgt die Durchwurzelung des Bodens für eine bessere Wasseraufnahme, sagt Waldexperte Héctor Magallón von Greenpeace Mexiko. Wo Wälder stehen gibt es weniger Erosion und die Flüsse schwellen nicht so stark an. Der Schutz dieser Ökosysteme schützt gleichzeitig uns vor den Folgen schwerer Regenfälle, die durch die Hurrikane und Tropenstürme auftreten.

Gleiches gilt für den Küstenschutz durch Mangrovenwälder. Trotzdem werden in Mexiko jährlich rund 10.000 Hektar Mangroven abgeholzt. Immerhin hat der Umweltminister Mexikos deren Wert inzwischen erkannt. Ob er daraus Schutzmaßnahmen ableitet, ist jedoch zweifelhaft.

Die gegenwärtigen Ereignisse zeigen einmal mehr, dass die Wälder ein Anliegen der nationalen Sicherheit sind. Vicente Fox und seine Regierung müssen ihren Reden auch Taten folgen lassen, sagt Magallón. Wenn das nicht geschieht, bezahlen wir das alle mit einem Verlust an Artenvielfalt, mit Wassermangel, Bodenverlust, Überschwemmungen und vor allem Menschenleben.

Im Gegensatz zu den rasch abziehenden Hurrikanen Katrina und Rita, die vor wenigen Wochen den Süden der USA trafen, setzt sich Stan als Tiefdruckgebiet über der Region fest. Auch für die nächsten Tage werden von den Meteorologen starke Regenfälle vorhergesagt. Eine Besserung ist bislang nicht in Sicht.

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