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Insgesamt vier Tage hat es gedauert, bis das Kunstwerk aus Holzkohle fertig war. Die Stelle auf dem Fluss musste abgesteckt, die ursprüngliche Zeichnung in ein Raster eingeteilt werden. Auch im Schnee wurde ein Raster abgesteckt, etwa 200 Mal größer als das auf dem Papier. Und dann ging es los. Das Rentier nahm Kontur an.

Mit diesem Kunstwerk wollen wir zusammen mit den Sami auf die Urwaldzerstörung aufmerksam machen, erklärt Matti Liimatainen, Waldexperte von Greenpeace Finnland. Die Wälder sind von Abholzung durch die Papierindustrie stark gefährdet. Und damit auch die traditionelle Lebensweise der Sami.

Die Rentierhalterin Inka Saara Arttijeff fügt hinzu: Wir jungen Sami sind beunruhigt über die Wald-Einschläge, und wir wollen gemeinsam mit Greenpeace gegen die Waldzerstörung vorgehen. Die Rentierhaltung ist ein wichtiger Teil unserer Kultur und wichtig für unsere Identität. Wir kämpfen für unsere Rechte. Rentierhaltung ist nicht nur ein Beruf, sie ist ein wichtiger Teil unseres Lebens.

Auch der 21-jährige Keijo Pirttijärvi von der Muotkatunturi-Kooperative ist besorgt: Wenn der Wald abgeholzt wird, müssen wir die Anzahl der Rentiere reduzieren. Auf diese Weise gehen unsere Jobs verloren.

Das Rentier-Kunstwerk im Schnee ist vergänglich. Wenn das Tauwetter einsetzt, wird es verschwinden. Damit die Urwälder in Lappland und die Kultur der Sami nicht das gleiche Schicksal ereilt, gibt es die Urwaldschutzstation, die Greenpeace Anfang März in Nordfinnland errichtet hat. (us)

Mehr Informationen und Bilder rund um die Urwaldschutzstation finden Sie in unserem Weblog

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