Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Tag war von Greenpeace geplant und organisiert worden. In den Wochen zuvor hatten unsere finnischen Kolleginnen und Kollegen eine Unterschriftenaktion zum Schutz der Urwälder durchgeführt. 400 finnische Künstler hatten den Appell unterzeichnet, den die Autorin Eeva Kilpi während der Pressekonferenz offiziell Kulturministerin Tanja Karpela überreichte.

Kilpi: Als Bürger/innen und Künstler/innen identifizieren wir uns mit dem Wald. Und wir können es nicht ertragen zu sehen, wie mit dem Wald unsere Umwelt ruiniert wird. Mit der Natur werden auch unsere nationale Kultur und Identität, unser gemeinsames Erbe und unsere spirituellen Ressourcen zerstört.

Die finnischen Urwälder gehören zu den letzten in Europa. Hunderte von Jahren sind die Bäume alt, die dort hemmungslos dem Profit, der Papierproduktion, geopfert werden. Vernichtet werden dabei auch wichtige Weidegründe der Sami für ihre Rentierherden und der Lebensraum vieler nordischer Tier- und Pflanzenarten. Von den ursprünglich vorhandenen Wäldern Finnlands sind mittlerweile nur noch knapp fünf Prozent erhalten. Davon stehen derzeit nur rund vier Prozent unter Schutz.

Die Künstlerinnen und Künstler fordern einen sofortigen Stopp des Kahlschlags und deutlich mehr Schutzmaßnahmen. Zudem müssten die Interessen der Sami respektiert werden. Bekräftigt werden diese Forderungen durch die Fotoausstellung, die am Donnerstagnachmittag in Helsinki eröffnet wurde.

Dass Umweltschutz und gute Laune kein Widerspruch sein müssen, bewiesen einmal mehr finnische Bands und DJs am Abend. Bis drei Uhr nachts wurde für die Urwälder gerockt und getanzt.

Mehr zum Thema

Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.

2022 – Das Jahr der Waldbrände

  • 28.07.2022

Was verbindet den US-amerikanischen Yosemite-Nationalpark, die griechische Insel Lesbos und die Sächsische Schweiz? Sie fackeln ab. Eine traurige Weltreise in die brennenden Wälder der Erde.

mehr erfahren
Indigene und Greenpeace-Aktive im Boot auf dem Manicoré River

Greenpeace und Moritz Jahn auf Amazonas-Expedition

  • 15.07.2022

Greenpeace war gemeinsam mit Forschenden und Influencer Moritz Jahn auf Expedition im Amazonas-Regenwald. Ziel war, die Region zu erforschen und den Indigenen beim Schutz ihres Zuhauses zu helfen.

mehr erfahren
Dom Phillips and Bruno Pereira

Aktivisten im Amazonasgebiet tot aufgefunden

  • 16.06.2022

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die im brasilianischen Amazonasgebiet verschwundenen Aktivisten sind tot. Greenpeace fordert eine transparente Aufklärung.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

EU-Mercosur-Abkommen

  • 02.06.2022

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch das geplante EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gefährdet ihn weiter - während die Autoindustrie profitiert.

mehr erfahren
PT Megakarya Jaya Raya (PT MJR) Oil Palm Concession in Papua

Klima und Arten brauchen ein EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz

  • 17.03.2022

Ein starkes EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz ist dringend nötig, um gegen die Wald- und Naturzerstörung sowie die Verletzung von Menschenrechten anzukämpfen.

mehr erfahren
Illegal Mining in Yanomami Indigenous Land in Brazil

Drei Jahre Bolsonaro: Drei Jahre Umweltzerstörung in Brasilien

  • 17.01.2022

Im Januar 2022 feiert Jair Bolsonaro dreijähriges Amtsjubiläum als Präsident von Brasilien. Doch für das Klima und die Biodiversität Brasiliens gibt es wenig Grund zu feiern.

mehr erfahren