Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Unfall ereignete sich rund 94 Kilometer von Lago Agrio entfernt im Kerngebiet der ecuadorianischen Ölindustrie. Beim letzten Ausbruch des Reventador-Vulkans im November 2002 hatten sich große Mengen losen Gesteins oberhalb der SOTE-Pipeline der staatlichen Firma Petroecuador angesammelt. Die heftigen Regenfälle der letzten Zeit haben dieses Geröll ins Rutschen gebracht und 20 Meter Pipeline zerstört.

Die Umwelt Ecuadors ist durch die Erdölindustrie schwer bedroht. Über dreißig Jahre Ölförderung und -transport haben ihre Spuren hinterlassen. In Lago Agrio läuft derzeit ein großes Verfahren gegen die Petroecuador-Vorgängerin ChevronTexaco wegen Umweltverschmutzung in den Jahren 1971 bis 1992. Über 68 Milliarden Liter ölverseuchten Wassers sollen in diesem Zeitraum in Flüsse und Sümpfe geleitet worden sein und Trinkwasserquellen vergiftet haben.

Ölunfälle sind in Ecuador an der Tagesordnung. Die SOTE-Pipeline, derzeit noch die einzige des Landes, ist erst vor vier Wochen beschädigt worden. In einem Naturschutzgebiet liefen über 1,5 Millionen Liter Rohöl aus und verseuchten ein Trinkwasserreservoir der Hauptstadt Quito. Der Schaden entstand vermutlich durch Bauarbeiten an der neuen OCP-Pipeline, deren Trasse quer durch Naturschutzgebiete und erdbebengefährdete Regionen führen wird. Finanziert wird das heftig umstrittene OCP-Projekt unter anderem durch einen Großkredit der Westdeutschen Landesbank (WestLB).

Vom letzten Pipeline-Unglück im April und seinen Folgen erzählt Greenpeace-Waldexpertin Sandra Pfotenhauer:

Reisetagebuch - Teil 1

Reisetagebuch - Teil 2

Mehr zum Thema

Ein Hubschrauber der Bundespolizei fliegt mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter, um einen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz zu löschen.

2022 – Das Jahr der Waldbrände

  • 28.07.2022

Was verbindet den US-amerikanischen Yosemite-Nationalpark, die griechische Insel Lesbos und die Sächsische Schweiz? Sie fackeln ab. Eine traurige Weltreise in die brennenden Wälder der Erde.

mehr erfahren
Indigene und Greenpeace-Aktive im Boot auf dem Manicoré River

Greenpeace und Moritz Jahn auf Amazonas-Expedition

  • 15.07.2022

Greenpeace war gemeinsam mit Forschenden und Influencer Moritz Jahn auf Expedition im Amazonas-Regenwald. Ziel war, die Region zu erforschen und den Indigenen beim Schutz ihres Zuhauses zu helfen.

mehr erfahren
Dom Phillips and Bruno Pereira

Aktivisten im Amazonasgebiet tot aufgefunden

  • 16.06.2022

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Die im brasilianischen Amazonasgebiet verschwundenen Aktivisten sind tot. Greenpeace fordert eine transparente Aufklärung.

mehr erfahren
Waldbrand im Amazonas

EU-Mercosur-Abkommen

  • 02.06.2022

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement für Biodiversität und Klimaschutz. Doch das geplante EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gefährdet ihn weiter - während die Autoindustrie profitiert.

mehr erfahren
PT Megakarya Jaya Raya (PT MJR) Oil Palm Concession in Papua

Klima und Arten brauchen ein EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz

  • 17.03.2022

Ein starkes EU-Gesetz für weltweiten Waldschutz ist dringend nötig, um gegen die Wald- und Naturzerstörung sowie die Verletzung von Menschenrechten anzukämpfen.

mehr erfahren
Illegal Mining in Yanomami Indigenous Land in Brazil

Drei Jahre Bolsonaro: Drei Jahre Umweltzerstörung in Brasilien

  • 17.01.2022

Im Januar 2022 feiert Jair Bolsonaro dreijähriges Amtsjubiläum als Präsident von Brasilien. Doch für das Klima und die Biodiversität Brasiliens gibt es wenig Grund zu feiern.

mehr erfahren