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Aktivisten demonstrieren mit Stamm eines Urwaldriesen in Brüssel im April 2008
Dominik Butzmann / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Dieser Baum, ein Tauari, wurde von Holzarbeitern illegal gefällt. Er steht stellvertretend für Millionen von Bäumen, die im Amazonas den Kettensägen und der Brandrodung zum Opfer fallen. Mit der Aktivität soll auf die Rolle Europas bei der voranschreitenden Urwaldzerstörung aufmerksam gemacht werden.

Millionen Tonnen Holz aus Gebieten wie dem Amazonas, dem Kongo und Südostasien, wo illegaler Holzeinschlag und Raubbau an Urwäldern verbreitet sind, finden ihren Weg nach Europa. Dadurch wird die Zerstörung der letzten Urwälder angeheizt - und die Freisetzung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2.

Und die Verbraucher? Sie haben derzeit keine Chance zu erkennen, ob Holzprodukte aus illegalen Quellen stammen. Auch deshalb braucht Europa dringend ein Gesetz, das den Handel mit illegal geschlagenem Holz verbietet.

Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag untertstützen auch viele fortschrittliche Unternehmen, da billiges illegales Holz am Markt auch ökonomische Nachteile hat. Eine Reihe von Unternehmen - wie die Baumärkte Hornbach, Max Bahr und Praktiker - haben darum bei Tropenholz auf sogenannte FSC-Produkte umgestellt. Andere Firmen wie zum Beispiel der Parketthersteller Meisterwerke Schulte haben sich bewusst gegen den Einsatz von Tropenholz entschieden und setzen auf heimische Hölzer.

Nach der Abstimmung über das Gesetz am 23. Juli 2008 muss der Entwurf noch durch den Ministerrat und das Europäische Parlament. Etliche Lobbyisten werden den Politikern in Brüssel auflauern und versuchen, das Gesetz zu verwässern. Ein langer Atem wird notwendig sein, um unsere letzten Urwälder und das globale Klima zu schützen.

Doch es ist schon was passiert: In weniger als drei Wochen hat EU-Kommissionspräsident Barroso mehr als 66.000 Briefe mit der Forderung nach einem Urwaldschutzgesetz erhalten. Machen auch Sie mit!

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