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Ich bin erschrocken darüber, wie viel Papier mein Buch geschluckt hat, wie viele Bäume gefällt worden sind, wie viel Zerstörung meine bescheidenen Anstrengungen verursacht haben, so der spanische Schriftsteller und Journalist Javier Moro. Wir Autoren müssen unsere Bücher davor bewahren, zu Komplizen eines solchen Werks der Vernichtung zu werden.

Mit Moro zusammen sind Niccolo Ammaniti aus Italien, Ken Finn aus Großbritannien, Karel Verleyen aus Belgien, Aurélie Filipetti aus Frankreich, Robin Valtiala aus Finnland und Lydia Rood aus den Niederlanden nach Nordfinnland gereist. Andere renommierte Autoren und Autorinnen unterstützen die Greenpeace-Kampagne aus der Ferne: Isabel Allende, Günter Grass, Margret Atkin und Ian Rankin.

Sie alle sehen sich als Botschafter für den Schutz der letzten nordischen Urwälder. Große Teile dieser alten Wälder in Finnland, Kanada und Russland sind akut bedroht. Ihr Holz wird überwiegend für die Herstellung von Papier geopfert.

Gemeinsam mit Greenpeace werden die sieben Autoren und Autorinnen auf ihrer Tour auch einige der meistbedrohten Urwaldgebiete in Nordlappland besuchen, rund 300 Kilometer nördlich vom Polarkreis. Die Wälder dieser Region sind lebenswichtig für die Rentierhalter der Sami, der Ureinwohner Finnlands. Ihre Tiere ernähren sich im Winter von Flechten, die an den alten Bäumen wachsen.

In diesen Wäldern lässt der staatliche Forstbetrieb Metsähallitus Holz einschlagen. Die finnische Holzindustrie ist dabei, das letzte Kapitel zum Niedergang der europäischen Urwälder zu schreiben, kommentiert Greenpeace-Waldexpertin Denise Völker. Es ist höchste Zeit, dass die Verlage das Blatt wenden. Sie müssen die Papierindustrie zu urwaldfreundlichen Lösungen hinführen.

Greenpeace arbeitet mehrgleisig für den Schutz der Urwälder: Zum einen setzen wir uns - auch direkt vor Ort - für die Einrichtung von Schutzgebieten ein. Zum anderen nehmen wir Einfluss auf den internationalen Markt. Die Autoren und Autorinnen, die derzeit in Nordfinnland mit Greenpeace unterwegs sind, wollen ihren Teil zu einer Wende beitragen: Ihre nächsten Bücher sollen auf urwaldfreundlichem Papier gedrucken werden.

Das Greenpeace-Urwaldschutzcamp befindet sich in der Nähe des Inari-Sees. Über das Leben im Camp und die Erfahrungen unserer Aktivisten und Aktivistinnen dort berichtet unser Weblog Urwaldschutzstation. (sit)

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