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Im Zeitraum von August 2001 bis zum August 2002 ist danach eine Fläche an Regenwald zerstört worden, die 5,1 Millionen Fußballfeldern entspricht - 25.500 Quadratkilometer. Verglichen mit dem Waldschwinden im Bezugzeitraum ein Jahr zuvor (18.226 Quadratkilometer) ist die Zerstörungsrate damit um rund 40 Prozent angestiegen.

Was noch schlimmer ist: Die Rate ist viel höher als der jährliche Durchschnitt von rund 21.130 Quadratkilometern während der tragischsten Zeit im Amazonas - den 70er und 80er Jahren. Diese sind auch als Jahrzehnte der Zerstörung bekannt, gibt Paulo Adario, Koordinator der Greenpeace Amazonas-Kampagne, zu bedenken. Eine der Hauptursachen dürfte der Anstieg an landwirtschaftlich genutztem Land in der Gegend sein. So gab es einen Boom bei der Tierzucht, dem Anbau von Soja und dem von Reis. Das ging nur zu Lasten des Amazonas-Waldes, so Adario. Er weist darauf hin, dass auch die Abwertung des Real Anfang 2001 die Lage für die Holzfirmen verschärft und vermehrtes illegales Abholzen nach sich gezogen habe.

Sahen die Erwartungen im letzten Jahr noch rosig aus - man prognostizierte den Waldverlust optimistisch auf lediglich 15.000 Quadratkilometer -, warnt Adario bereits: Da die Untersuchungen satellitengestützt ausgeführt wurden, konnten Urwaldzerstörungen erst ab einer Größe von 6,25 Hektar erfasst werden. Viele Rodungsflächen bleiben jedoch darunter und fanden so keine Berücksichtigung bei der Untersuchung.

Aber auch politische Gründe stellen eine große Herausforderung dar. Die neue Regierung unter dem Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva steht vor großen Aufgaben. Mit ihrem ambitionierten Plan Brasilien für alle hat sie dem Hunger, der Arbeitslosigkeit und dem Infrastrukturmangel den Kampf angesagt. Und gleichzeitig soll ein anderes Wahlversprechen gehalten werden: Respekt für die Umwelt und die Erhaltung des Amazonas-Regenwaldes, so Adario.

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