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Walbrand im Amazonas
Daniel Beltrá / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

"Wenn wir die Klimakatastrophe und den dramatischen Verlust der Artenvielfalt wirklich aufhalten wollen, muss die Zerstörung Amazoniens bis 2015 komplett gestoppt werden", so Riedl weiter. Dazu muss Brasilien viel ehrgeizigere Ziele zum Schutz des Waldes formulieren und Industrienationen wie Deutschland müssen dafür weit mehr Geld auf den Tisch legen.

Der Regenwald Amazoniens ist mit sieben Millionen Quadratkilometern Fläche der größte tropische Urwald der Erde. Er ist nicht nur eine Schatzkammer der Artenvielfalt, sondern auch ein großer CO2-Speicher.

Doch knapp 18 Prozent des Amazonas-Regenwaldes sind bereits vernichtet und weitere 20 Prozent sind bereits stark degradiert. Die Vernichtung seiner Regenwälder machen 75 Prozent der brasilianischen CO2-Emissionen aus und das Land zum viertgrößtem Treibhausgas-Erzeuger der Welt.

Das nun bereitgestellte Geld soll in den von der brasilianischen Regierung aufgelegten Amazonas-Fonds fließen. Der Fonds wurde 2008 von der brasilianischen Regierung aufgelegt. Bis 2021 sollen darin 21 Milliarden Dollar (15,35 Milliarden Euro) für Maßnahmen zum Schutz des Regenwaldes zur Verfügung stehen.

Ziel des Amazonas-Fonds ist es, die Entwaldung in Amazonien zu bekämpfen. Verwaltet wird der Fonds von der Nationalen Entwicklungsbank BNDES. Die Regierung Norwegens hat bereits angekündigt in mehreren Runden bis zum Jahr 2015 eine Milliarde Dollar (731 Millionen Euro) in den Amazonas-Fonds einzuzahlen.

Auf der Klimakonferenz in Poznan letzten Dezember legte Brasilien zum ersten mal konkrete Ziele zur Verminderung der Entwaldung vor. Laut diesen Zielen soll die illegale Entwaldung Schrittweise bis 2017 auf 5000 Quadratkilometer jährlich gesenkt werden.

Einen Plan wie die Regenwaldzerstörung bis 2015 gänzlich gestoppt werden kann, haben Greenpeace und acht weitere Organisationen bereits im Jahr 2007 vorgelegt. Das Konzept sieht vor, gezielte Anreize für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu schaffen und das Waldmanagement erheblich zu verbessern. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen wären jährlich rund 390 Millionen Euro notwendig.

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