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Seit den ersten Protesten Mitte April hat die Post nicht die Forderung von Greenpeace umgesetzt, für ihre Briefumschläge kein Papier mehr zu verwenden, für das die letzten Urwälder Finnlands gerodet werden.

Die Post muss sich endlich ihrer Verantwortung für die Umwelt stellen. Sie darf keine Briefumschläge mehr verkaufen, für die finnische Urwälder zerstört werden, sagt Greenpeace-Waldexperte Oliver Salge. Statt des Urwaldpapiers sollte die Post besser Recyclingware kaufen.

Bei Gesprächen mit Greenpeace hatte sich die Post zwar aufgeschlossen gezeigt und zugesagt, mit den Herstellern der Umschläge zu reden. Aber bislang verzichtet sie nicht auf die umstrittenen Papierprodukte.

Hergestellt werden die von der Post gehandelten Briefumschläge von den Firmen Herlitz und Bong, den größten deutschen Produzenten dieser Ware. Herlitz und Bong beziehen das Papier unter anderem von Europas größtem Papierhersteller Stora Enso in Finnland. Der Konzern ist maßgeblich an der Abholzung der letzten finnischen Urwälder beteiligt, da er der wichtigste Käufer von Urwaldholz ist, das der staatliche finnische Forstbetrieb einschlägt.

Von den einstmals großen Urwäldern in Finnland hat nur ein geringer Teil überlebt. Lediglich knapp die Hälfte der verbliebenen 10.000 Quadratkilometer (das entspricht ungefähr den Waldgebieten Hessens) ist bisher geschützt. Die Urwälder sind eine Existenzgrundlage der Samen, den traditionellen Einwohnern Nord-Finnlands. Ohne Urwälder können sie ihre Rentierzucht nicht mehr betreiben. Die Urwälder sind zudem Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen. Über 500 verschiedene Arten sind durch die Abholzung bedroht.

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