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Die Ergebnisse der Forscher sind von besonderer Bedeutung, weil die IWC den historischen Bestand der Wale aus der Zeit vor dem industriellen Walfang als Entscheidungskriterium heranzieht, ob eine Art wieder bejagt werden darf. Danach kommt eine Walart dann wieder für die Jagd in Betracht, wenn sich ihr Bestand auf 54 Prozent der historischen Zahl erholt hat. Für die Buckelwale wurde das in den nächsten Jahren erwartet, da der gegenwärtige Bestand auf 10.000 Tiere geschätzt wird.

Die IWC stützt sich bei ihren Bestandszahlen auf die Logbücher einzelner Walfangkapitäne aus dem 19. Jahrhundert. Dem steht auf Seiten der Wissenschaftler die genetische Methode der Mutationszählung gegenüber. Diese Methode geht davon aus, dass je größer eine Population an Tieren ist, um so mehr genetische Abweichungen (Mutationen) lassen sich finden. Denn bei kleinen Tierbeständen kommt es durch immer häufigeren Inzest zu einer gleichmäßigen Verteilung der Erbeigenschaften.

Bei Buckel-, nördlichen Glatt- und Finnwalen fanden die Forscher so viele Mutationen im Erbgut, dass die niedrigen von der IWC zu Grunde gelegten Zahlen diesen Befund überhaupt nicht erklären konnten. Das dürfte besonders die Walfangnationen Japan, Norwegen und Island ärgern. Freuten sie sich doch schon auf die Wiederkehr der kommerziellen Jagd auf Tiere aus den scheinbar erholten Walbeständen. Dem erteilten die Autoren des Science-Berichts eine deutliche Absage: Im Lichte unserer Befunde sind die derzeitigen Bestände an Buckel- und Glattwalen weit davon entfernt, zur Jagd frei gegeben zu werden, mindestens noch 70 bis 100 Jahre entfernt. (mir)

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