Skip to main content
Jetzt spenden
seabass for sale

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ist der erste Schritt hin zu einem nachhaltigen Fischkonsum. Eine klare Kennzeichnung schafft hierbei die nötigen Informationsgrundlagen, sagt Greenpeace-Meeresexpertin Stefanie Werner. Die Verbraucher können bald bei jedem NORMA-Fischprodukt, egal ob tiefgefroren oder mariniert, nachvollziehen, von welchem Fangschiff es stammt.

Dadurch lässt sich nicht nur die Gefahr minimieren, mit illegal gefangenem Fisch zu handeln. Man kann auch das Fischsortiment neu zusammenstellen. Genau das muss der nächste Schritt des Discounters sein. Fischarten aus überfischten Beständen darf es nicht mehr im Sortiment geben. Ebensowenig solche, die hohe Beifangraten aufweisen oder mit zerstörerischen Fangmethoden aus den Meeren geholt wurden. Außerdem muss der Anteil von Fisch aus nachhaltigen Bezugsquellen aufgestockt werden.

Wir appellieren an andere Supermärkte, dem Beispiel NORMAs zu folgen. Nur so wird die Grundlage geschaffen, um mit bedrohten Fischbeständen in Zukunft verantwortungsvoller umzugehen, sagt Stefanie Werner.

Die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht reicht nicht aus: Für den Verbraucher ist bislang nicht erkennbar, aus welchem Bestand oder mit welcher Fangmethode der Fisch gefangen wurde. Zudem unterliegen Konservenprodukte und marinierter Fisch aus nicht nachvollziehbaren Gründen bislang überhaupt keiner Kennzeichnungspflicht. So weiß selbst der Handel oft nicht, welche Arten er genau im Sortiment hat oder woher der Fisch kommt.

Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO gelten rund 60 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände als überfischt. Die Überfischung gilt als die größte globale Gefahr für das Leben im Meer. Deshalb gehört Fisch, der illegal oder mit zerstörerischen Fangmethoden wie Grundschleppnetzen aus dem Meer befördert wurde, nicht auf den Teller!

Verbraucher sollten nicht warten, bis NORMA diese Fischprodukte ausgelistet hat. Mit dem Greenpeace-Ratgeber Fisch und Facts können Sie die verschiedenen Fangmethoden schon jetzt einordnen. Und Sie erfahren, aus welchen Fischgründen der Fisch besser nicht stammen sollte!

Mehr zum Thema

"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Aufgedeckt: Gefahren des Tiefsee-Bergbaus auf der hohen See

  • 27.01.2023

Verdeckte Video-Aufnahmen der jüngsten kommerziellen Tiefsee-Bergbautests im Pazifik, die Greenpeace zugespielt wurden, zeigen, wie die Bergbauindustrie die Tiefsee zerstört.

mehr erfahren
Aktivist:innen auf der Beluga II im Hafen von Nexø, Bornholm

Greenpeace-Aktivist:innen untersuchen Folgen der Pipeline-Explosionen

  • 22.12.2022

Welche Auswirkungen haben die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines auf die Umwelt? Greenpeace-Aktive nahmen Proben, wir ordnen die Ergebnisse ein.

mehr erfahren
Lichterumzug Meeresleuchten

Aktion Meeresleuchten!

  • 13.11.2022

Lichtermeer für die Tiefsee: Am 12. November zogen 250 kleine und große Menschen durch die Hamburger HafenCity, um mit selbstgebastelten Laternen für den Schutz der Tiefsee zu demonstrieren.

mehr erfahren
Tiefseekrake Casper auf Meeresgrund

Hoffnung für Artenschutz in der Tiefsee

  • 12.11.2022

Bewegung auf internationaler Ebene: Einige Länder setzen sich gegen den Beginn des Tiefseebergbaus ein, darunter Deutschland.

mehr erfahren
Lemon Shark in French Polynesia

Sieben Tipps zum Meeresschutz

  • 29.09.2022

Meere gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sieben Tipps, wie wir zum Schutz der Meere beitragen können.

mehr erfahren
Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren