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Piratenfischer

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Die Piraten operieren weltweit. Sie fahren ein Gebiet nach dem anderen ab und holen soviel Fisch an Bord, wie sie nur können. Die Auswirkungen auf die Fischbestände sowie auf andere Meereslebewesen, die sich in den Netzen oder Leinen verfangen, sind den Piratenfischern egal. Neben den verschiedensten Fischarten werden Seevögel, Meeressäuger, Meerschildkröten, Haie und am Meeresboden lebende Arten von den Fangpraktiken der Piratenfischer bedroht. Arten wie der in der Tiefsee lebende Schwarze Seehecht oder der über die Meere segelnde Albatross drohen darüber auszusterben.

Nicht nur die Ökosysteme leiden. Auch die Küstengemeinden, für die das Meer die primäre Nahrungsgrundlage ist, sind Opfer der Piratenfischerei. Das britische Ministerium für internationale Entwicklung (DFID) schätzt, dass ein Land wie Guinea, das kaum öffentliche Einnahmen hat, jährlich 100 Millionen Dollar durch die in seinen Gewässern wildernden Piratenfischer verliert. Die Piratenfischer entziehen den bedürftigen Kommunen, die von der lokalen Fischerei abhängig sind, die Lebensgrundlage.

Gewissenlose Schiffseigner und Fischereifirmen profitieren von Lücken im Gesetz und treffen geheime Absprachen mit Ländern, um mit so genannten Billigflaggen internationale Schutz- und Management-Regulierungen für Fischbestände zu umgehen. Im Internet lassen sich solche Billigflaggen innerhalb von 24 Stunden für weniger als 500 Dollar kaufen - z.B. die Flagge von Malta. So können Piratenfischer den ohnehin nicht ausreichenden Fischereibestimmungen des eigenen Landes sowie denen der internationalen Gemeinschaft ausweichen.

Seit Jahren ist Greenpeace unterwegs, um Piratenfischer aufzuspüren und ihre Taten zu dokumentieren und anzuprangern - im Mittelmeer, im Südpolarmeer oder vor Westafrika. Um die Piratenfischerei sinnvoll einzuschränken, fordert Greenpeace wirksame internationale Kontrollen.

  • Traditionelle Fischerei

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  • Fischmarkt

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  • Chinesisches "Zombieschiff"

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  • Aktion gegen Piratenfischer

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