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Während Walspeck in Norwegen nicht verzehrt wird, gilt er in Japan als Delikatesse. Ein Kilogramm geht dort für 20 Dollar über den Tresen. Ein Vertreter der Hoher Norden Allianz, die sich für die Fischer einsetzt, sagte: Die Walfänger werden jetzt vermutlich dazu zurückkehren, den Speck über Bord zu werfen. Er wird zu Krabbenfutter. Andere Verwendungszwecke sind, ihn zu Heizöl zu verarbeiten oder an Füchse oder andere Tiere auf Pelzfarmen zu verfüttern. Norwegische Walfänger hatten 1993 die kommerzielle Jagd auf Minkewale wieder aufgenommen - unter Missachtung eines internationalen Verbotes. Im Jahre 2001 setzte sich Oslo wieder über internationales Recht hinweg und erlaubte den Export von Walfleisch und -speck nach Island und Japan.

In Zukunft könnte den Walfangnationen Norwegen, Japan und Island, der laxe Umgang mit internationalen Verboten allerdings erschwert werden. Aus gut unterrichteten Kreisen verlautete am Dienstag, dass die Tschechische Republik und Ungarn kurz davor stehen, Mitglieder der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu werden. Sie würden dann auf der Seite der Walschützer in dem Gremium stimmen, dass für die Regelung aller Fragen rund um den Walfang zuständig ist und das internationale Walfangverbot 1986 erlassen hat. Die Entscheidung für den Beitritt zur IWC soll noch vor deren nächsten Jahrestreffen in Berlin Ende Juni fallen. Auch Polen und die Slowakei sollen für die Zukunft eine Mitgliedschaft planen. (mir)

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