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Japanese whaling fleed
©Greenpeace/Jeremy Sutton-Hibbert2005

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Japan demonstriert damit einen unglaublichen Zynismus kommentiert Stefanie Werner, Greenpeace-Meeresbiologin. Die Jagd außerhalb nationaler Hoheitsgewässer kostete erneut 256 Minke-, Sei-, Pott- und Brydewalen das Leben. Alle Arten befinden sich auf der roten Liste des Weltnaturschutz-Dachverbandes IUCN.

Der Schutz dieser Meeressäuger muss dringend und unverzüglich von den Walschutznationen auf eine höhere politische Ebene gebracht werden. Ein einzelnes Land darf es nicht schaffen, ganze Walpopulationen an den Rand der Auslöschung zu bringen, fordert Stefanie Werner.

Der Absatz von Walfleisch ist mittlerweile selbst in Japan so gering, dass es zum Teil in der Schulspeisung landet oder zu Hundefutter verarbeitet wird. Trotzdem wollen die Walfänger, dass der Handel mit Walfleisch wieder möglich wird.

Im Juli forderte das Walfängerland Island in einer Sitzung des Tierausschusses von CITES (Washingtoner Artenschutzabkommen) eine Evaluierung der Finnwalbestände. Das Ziel: Das bestehende Handelsverbot für Finnwalprodukte soll aufgehoben werden. Durchgeführt wird die Evaluierung von Island selbst!

Das, was im Tierausschuss von CITES passiert ist, bestätigt unsere schlimmsten Ahnungen, sagt Stefanie Werner. Nachdem die Walfangnationen auf der der diesjährige IWC erstmal seit mehr als zwanzig Jahren einen Abstimmungserfolg erzielen konnten, haben sie nun den ersten Schritt in Richtung Rekommerzialisierung des Walfangs getan. Das müssen wir verhindern!

Allein das Pseudoforschungsprogramm der Japaner forderte in zwanzig Jahren den Tod von mittlerweile 9.220 Großwalen. Ab 2006 will Japan jährlich 1.415 Großwale töten. Die Minkewale im Nordwestpazifik sind stark bedroht. Außer bei der direkten Jagd verenden jedes Jahr mindestens 50 Tiere in japanischen und koreanischen Netzen. Doch auch die Situation der Seiwale und Bryde-Wale gibt Anlass zu größter Besorgnis. Im Zuge der letzten Zählung von Seiwalen konnten nur 336 Individuen gesichtet werden, Hundert davon starben während der vergangenen Jahre durch das Forschungsprogramm JARPN II. Von den Bryde-Walen fehlen international abgestimmte Daten und Bestandszahlen völlig.

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