Skip to main content
Jetzt spenden
MY Arctic Sunrise im Indischen Ozean
© Maarten Van Rouveroy / Greenpeace

Walfänger verursachen Kollision mit Greenpeace-Schiff

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Fabrikschiff der japanischen Walfangflotte, die Nisshin Maru, gefährdete durch eine regelwidrige 360 Grad-Kursänderung die Arctic Sunrise und ihre Crew. 

Dieses Manöver kann man als nichts anderes bezeichnen, als eine absichtlich herbeigeführte Kollision, die die Sicherheit unseres Schiffes und das Leben unserer Crew in schwere Gefahr brachte, sagt Shane Rattenbury, Expeditionsleiter von Greenpeace an Bord der Arctic Sunrise. Doch es werden keine Einschüchterungsversuche verhindern können, dass die Welt die furchtbaren Bilder des Abschlachtens der Wale zu sehen bekommen. Wir werde die Wale hier im Schutzgebiet auch weiterhin unter Einsatz unseres Lebens verteidigen.

Die Nisshin Maru verlud über Nacht gefrorenes Walfleisch auf den Frostfrachter Oriental Blue. Aktivisten in Schlauchbooten schrieben Walfleisch aus einem Schutzgebiet auf die Bordwand des Schiffes. Damit verhinderten sie weder der Transfer des Fleisches, noch stellten die kleinen Schlauchboote eine Gefahr für die beteiligten Schiffe dar.

{image_r}Die Arctic Surise beobachtete die Aktion aus über einem Kilometer Entfernung. Als der Slogan fertig war, löste sich die Nisshin Maru von der Oriental Blue und ging auf Kollisionskurs mit der Arctic Surise. Dem Kapitän des Greenpeace-Schiffes gelang es nicht mehr rechtzeitig aus dem Weg zu fahren und der Bug der Arctic Sunrise wurde beschädigt.

Der Bug wurde durch die Kollision eingedrückt und der Mast ist jetzt in 20 Grad Schräglage. Es ist zwar kein Schaden, der uns aufhält, aber ein eindeutiger Akt der Piraterie, sagt Regine Frerichs, Hamburger Greenpeace-Aktivistin und Bootsfahrerin an Bord der Arctic Sunrise. Aktivisten wurde glücklicherweise nicht verletzt.

Obwohl die Bilder für sich sprechen, bezichtigt das staatliche Institut für Walforschung in Tokio Greenpeace, während des Verladens der Ladung die Nisshin Maru gerammt zu haben. Sie fordern die Greenpeace auf, ihre kriminellen Aktionen zu beenden. Dazu streut es weitere Gerüchte. So hätte sich der Kapitän der Nisshin Maru in Sorge befunden, dass während der Malerarbeiten an der Oriental Blue expolsives Material, wie eine Bombe, befestigt worden wären. Außerdem würden die Aktivisten versuchen, die japanischen Schiffe zu entern.

Greenpeace hat im Gegenzug erneut die Walfangflotte und die Kontrollbehörden in Tokio über die friedlichen Absichten der Aktivisten informiert und nochmals die Gründe des gewaltfreien Protestes im südlichen Polarmeer deutlich gemacht.

Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Aktivist:innen auf der Beluga II im Hafen von Nexø, Bornholm

Greenpeace-Aktivist:innen untersuchen Folgen der Pipeline-Explosionen

  • 24.11.2022

Welche Auswirkungen haben die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines auf die Umwelt? Greenpeace-Aktive nehmen Proben, ein Bericht von Expeditionsleiterin Nina Noelle.

mehr erfahren
Schweinswal taucht aus dem Meer auf

Interview: Schweinswalschutz ist Klimaschutz

  • 15.11.2022

Wie geht Klimaschutz ohne Artenschutz? Gar nicht, sagen Greenpeace-Expertinnen Franziska Saalmann und Sandra Hieke anlässlich der Klimakonferenz COP27, auf der es heute auch um Artenschutz geht.

mehr erfahren
Lichterumzug Meeresleuchten

Aktion Meeresleuchten!

  • 13.11.2022

Lichtermeer für die Tiefsee: Am 12. November zogen 250 kleine und große Menschen durch die Hamburger HafenCity, um mit selbstgebastelten Laternen für den Schutz der Tiefsee zu demonstrieren.

mehr erfahren
Tiefseekrake Casper auf Meeresgrund

Hoffnung für Artenschutz in der Tiefsee

  • 12.11.2022

Bewegung auf internationaler Ebene: Einige Länder setzen sich gegen den Beginn des Tiefseebergbaus ein, darunter Deutschland.

mehr erfahren
Adeliepinguine in der Antarktis

Hängepartie fürs ewige Eis

  • 08.11.2022

Die Antarktis-Kommission CCAMLR versagt wieder beim Antarktis-Schutz.

mehr erfahren
Lemon Shark in French Polynesia

Sieben Tipps zum Meeresschutz

  • 29.09.2022

Meere gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Sieben Tipps, wie wir zum Schutz der Meere beitragen können.

mehr erfahren