Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Greenpeace-Online: Regine, habt ihr nähere Informationen, was an Bord der Nisshin Maru passiert ist?

Regine: Heute Morgen erreichte uns erneut ein Notruf, diesmal von der Nisshin Maru. Das ist das Fabrikschiff der Japaner. Der Notruf ist aufgrund eines Feuers oder einer Explosion, die sich auf dem Schiff ereignet hat, gesendet worden. Ein Seemann ist als vermisst gemeldet und das Schiff manövierunfähig.

Weil wir derzeit eines der wenigen Schiffe überhaupt in der Nähe sind, haben wir uns sofort auf den Weg gemacht. Zudem haben wir ständigen Kontakt mit der zuständigen Seenotrettungsstelle aus Neuseeland und sie baten uns um Unterstützung. Ein paar Stunden später wurde der Einsatz von dort allerdings wieder abgesagt.

Greenpeace-Online: Tokio hat euer Hilfsangebot ja sogar abgelehnt und euch als Terroristen denunziert. Wie geht es für euch jetzt weiter, was macht ihr jetzt?

Regine: Wir sind weiterhin auf dem Weg zur Nisshin Maru, schließlich geht es dort um Menschenleben. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ein Seemann nach wie vor vermisst wird. Zudem soll das Schiff evakuiert worden sein und wer weiß, wie die Situation für die Menschen vor Ort genau aussieht. Unsere Unterstützung kann immer noch vonnöten sein.

Außerdem wird so eine Situation nicht am Schreibtisch in Japan entschieden, sondern hier vor Ort. Von der Nisshin Maru gibt es keine Ablehnung unseres Angebotes, von dort haben wir noch nichts gehört.

Greenpeace-Online: Welche Gefahr geht von dem Schiff aus?

Regine: Die Nisshin Maru treibt steuerlos in der Ross-See. Sie könnte irgendwo auflaufen oder mit einem der vielen Eisberge kollidieren. Wenn dabei der Rumpf zerstört wird, könnten Treibstoff und an Bord befindliche Chemikalien auslaufen und so die hier besonders empfindliche Umwelt gefährden. Es ist derzeit überhaupt unklar, ob die Umwelt durch das Unglück gefährdet ist. Auch darüber wollen wir uns direkt vor Ort ein Bild machen.

Greenpeace-Online: Regine, vielen Dank für das Gespräch und viel Glück.

Mehr zum Thema

"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Eine stattliche Tristan Languste auf einem der Hänge des Tiefseebergs Vema, der mit Algen, Weichkorallen, Hydroiden, Bryozoen (Moostieren) und bunten Schwämmen bedeckt ist.

Tiefseeberg Vema: Artenvielfalt im Atlantik

  • 21.04.2022

Das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise hat bei einer Expedition zum Tiefseeberg Vema große Artenvielfalt und überraschende Forschungsergebnisse entdeckt.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 18.03.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Geschichtsträchtig – wenn es klappt!

mehr erfahren
Chinstrap Penguins in Antarctica

Naturparadies Antarktis

  • 07.01.2022

Die Antarktis ist ein extremer Lebensraum mit einzigartiger Flora und Fauna. Greenpeace untersucht auf einer neuen Expedition die Folgen der Klimakrise und schützenswerte Lebewesen am Meeresgrund.

mehr erfahren
Baby Sea Turtle and Plastic on Bangkuru Island, Sumatra

Plastik im Meer

  • 06.01.2022

Jede Minute gelangt auf der ganzen Welt Plastik in der Größe einer Müllwagenladung in die Ozeane. Die Weltmeere leiden zunehmend darunter – sie sind zur Mülldeponie geworden.

mehr erfahren
Adeliepinguine in der Antarktis

Hängepartie fürs ewige Eis

  • 29.10.2021

Die Antarktis-Kommission CCAMLR versagt wieder beim Antarktis-Schutz.

mehr erfahren