Skip to main content
Jetzt spenden
whale flukes

IWC konnte Japan nicht stoppen

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Wieder einmal ist es der IWC nicht gelungen, das Töten der Wale durch die japanische Fangflotte unter dem Deckmantel der Wissenschaft zu stoppen. Stattdessen sind die japanischen Walfänger ihrem Ziel, der Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs, einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Japan baut in der IWC eine unselige Allianz mit armen Entwicklungsländern auf, die die japanische Lügenpropaganda ernst nehmen und nach Anweisung Japans handeln. Wale mit dem Hunger der Welt in Verbindung zu bringen ist infam, sagt Stefanie Werner, Waleexpertin von Greenpeace.

Anstatt die wertvolle Zeit der IWC zu nutzen, um wichtige Entscheidungen für den dringend notwendigen Ausbau des Walschutzes voranzutreiben, haben sich die Walfanggegner in Diskussionen mit Japan erschöpft. Mit seinem Forschungsprogramm JAPRA II will Japan in Zukunft jährlich 935 Zwergwale und 50 der extrem gefährdeten und geschützten Buckel- und Finnwale jagen.

Bereits auf der Tagung der IWC 2005 hatten 63 eingeladene Mitglieder des wissenschaftlichen Komitees aus 16 verschiedenen Delegationen eine scharfe Kritik am japanischen Forschungsprogramm JAPRA II vorgetragen. Eine noch nie dagewesene Demonstration des Widerstandes gegen den so genannten wissenschaftlichen Walfang der Japaner.

Bei der diesjährigen Tagung dominiert allerdings die Frage, ob die Walfangbefürworter inzwischen eine potenzielle Mehrheit haben. So wurden das globale Fangverbot und das antarktische Schutzgebiet geschwächt und zur Disposition gestellt.

Doch um das Moratorium für die kommerzielle Waljagd zu kippen, müsste eine Dreiviertelmehrheit der Vertragsstaaten für das Ende stimmen. Die endgültige feindliche Übernahme mit den gekauften Stimmen vor allem karibischer, pazifischer und afrikanischer Staaten hat bisher jedoch noch nicht stattgefunden.

Die Walschützer gewannen die Abstimmung über den Fortbestand des Walschutzgebietes im Südpolarmeer. Sie konnten ebenso verhindern, dass die Kleinwale von der Tagesordnung gestrichen oder geheime Abstimmungen eingeführt wurden.

Doch im Gegenzug gelang es Japan, eine Resolution zu seinen Gunsten zu verabschieden. Diese erklärt das Moratorium für nicht mehr notwendig und unterstellt, dass der Hunger armer Staaten direkt mit dem Fischkonsum von Walen zusammenhänge.

Aber mal ehrlich: Selbst die Welternährungsorganisation FAO hegt keinen Zweifel daran, dass an der ernsthaften Krise der weltweiten Fischbestände die Überfischung durch den Menschen Schuld ist!

  • Walbstände

    Walbstände

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren
Protest against Shell's Seismic Blasting Plans in South Africa

Ölerkundung vor Südafrika rechtswidrig

  • 02.09.2022

Erfolg für den Meeresschutz: Shell darf vor der afrikanischen Wild Coast keine Schall-Untersuchungen durchführen.

mehr erfahren
Family Day in Hamburg

Familientag in Hamburg

  • 01.09.2022

Am 27. August trafen der Hamburger Familientag und der Tiefsee-Aktionstag aufeinander.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 26.08.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Doch dessen Abschluss vertagt sich immer wieder.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Eine stattliche Tristan Languste auf einem der Hänge des Tiefseebergs Vema, der mit Algen, Weichkorallen, Hydroiden, Bryozoen (Moostieren) und bunten Schwämmen bedeckt ist.

Tiefseeberg Vema: Artenvielfalt im Atlantik

  • 21.04.2022

Das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise hat bei einer Expedition zum Tiefseeberg Vema große Artenvielfalt und überraschende Forschungsergebnisse entdeckt.

mehr erfahren