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Aktion gegen japanische Walfänger

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Mit acht Schlauchbooten, unseren beiden Schiffen und Tweety, unserem Hubschrauber, wollten wir das Fabrikschiff vorerst nur ein Stück begleiten, berichtet Regine Frerichs, unsere Schlauchbootfahrerin, aus dem Südpolarmeer. Daraus erwuchs eine Aktion, die so gar nicht geplant war!

Die Esperanza hatte sich vor die Heckrampe des Wale-Verarbeitungsschiffes Nisshin Maru geschoben, um das Aufladen von getöteten Zwergwalen (Minkewalen) zu verhindern. Das ist genau der Platz, an den die Fangschiffe fahren, um die Wale zu übergeben. Eines der Fangschiffe, die Kyo Maru 1 konnte die Rampe daher nicht anfahren.

Die Reaktion war harsch, die Esperanza wurde zweimal seitlich gerammt! Nach einiger Zeit ließ sich die Esperanza aus Sicherheitsgründen abdrängen. Doch Schlauchboote konnten die Übergabe eines Wales noch länger verhindern. Dabei wurden die Boote mit kräftigen Wasserkanonen beschossen. Eines der Schlauchboote überschlug sich. Glücklicherweise ist den Greenpeacern außer einem Bad in antarktisch kaltem Wasser nichts passiert.

{image_r}Das größere Aktionsboot hat sich am Seil eines befestigten, toten Wales festgehakt. Dadurch wurde es rückwärts mitgezogen, das Heck lief voll Wasser. Als Folge fiel die Maschine aus. Nachdem auch der zweite Wal auf das Fabrikschiff gezogen worden war, kehrten die Schlauchboote zur Esperanza und zur Arctic Sunrise zurück.

Die Zeit wird genutzt, um alles zu reparieren und zu trocknen. Die japanischen Fangschiffe sind weiterhin in Sichtweite. Frerichs: Heute wird die Sonne nicht untergehen und wir beobachten genau, wann die Fangschiffe wieder auf die Suche nach Walen gehen!

Neben den Zwergwalen wollen die Japaner auch extrem gefährdete Buckel- und Finnwale schießen. Beide Walarten stehen auf der roten Liste des Weltnaturschutzdachverbandes IUCN für bedrohte Tierarten. Seit Jahren nutzen die Japaner eine Lücke im Regelwerk der Internationalen Walfangkommission (IWC). Der Walfang im Südpolarmeer wird als Wissenschaft bezeichnet, daher trägt das Verarbeitungsschiff Nisshin Maru auch einen aufgemalten Schriftzug Research (Wissenschaft) auf dem Schiffsrumpf. Dabei werden die getöteten Wale noch auf See auf dem Schiff verarbeitet. Das Fleisch wird anschließend auf japanischen Märkten teuer verkauft.

Greenpeace wird die Patrouillenfahrten im Antarktischen Schutzgebiet fortsetzen. An Bord der beiden Greenpeace-Schiffe sind 70 Umweltschützer aus 19 Nationen. Die Greenpeace-Expedition in die Antarktis ist Teil einer einjährigen Tour rund um den Globus. Dabei wird die Esperanza unter dem Motto SOS Weltmeere Umweltverbrechen und -gefahren aufdecken.

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